Nach Großbrand in London: Rettungsaktionen im Hochhaus wegen zu hoher Gefahr abgebrochen - Live

Nach Großbrand in London: Rettungsaktionen im Hochhaus wegen zu hoher Gefahr abgebrochen - Live
Das Hochhaus nach dem Großbrand in West London, Großbritannien, 15. Juni 2017.
In West London brannte in der Nacht zu Mittwoch ein Hochhaus aus. Bisher wurden 12 Todesopfer bestätigt. Wie viele Menschen sich zur Zeit des Großbrands noch im Gebäude aufhielten, ist unklar. Die Londoner Feuerwehr hat die Suche nach Überlebenden aufgegeben, da diese für zu gefährlich eingestuft wurde.

Live aus London:

Feuerwehrchefin aus London Dany Cotton sagte am Donnerstag: 

Ich schicke keine Feuerwehrleute rein. 

Die Ränder des Gebäudes seien strukturell nicht sicher genug. Mindestens 79 Menschen brachten Einsatzkräfte in Krankenhäuser. In den Sozialen Medien verbreiteten sich Videos, in denen Anwohner des 24-stöckigen Gebäudes "Grenfell Tower" zu sehen waren, wie sie um Hilfe riefen. 

Das brennende Gebäude in London, Großbritannien, 14. Juni 2017.

Die britische Zeitung Mirror schrieb, dass dem Stabschef der Premierministerin Theresa May ein Bericht vorlag, der das Gebäude als einen Ort mit hohem Risikos beschrieb. Gavin Barwell, bis zur vergangenen Woche noch Wohnungsminister, verlor seinen Posten im Zuge der jüngsten Unterhauswahlen. Er hatte versprochen, die Bauregularien aus dem Jahr 2010 zu überarbeiten, um mehr Sicherheit zu garantieren. Diesem Versprechen kam er nicht nach. 

Die britische Labour-Partei hat angekündigt, dass bis zum Sommer alle Wohnblöcke auf ihren Brandschutz hin überprüft werden sollen. Sie forderte auch die Umsetzung der Brandschutzvorschriften aus dem Jahr 2013. Diese beinhalten die Installierung von Sprinkleranlagen und bessere Informationen für die Anwohner.

Derzeit befinden sich noch 37 Verletzte in Krankenhäusern, 17 befinden sich in kritischem Zustand.