RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan: Wir haben weder für noch gegen Macron berichtet

RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan: Wir haben weder für noch gegen Macron berichtet
RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan weist die Vorwürfe des französischen Präsidenten Emmanuel Macron entschieden zurück. Macron hatte nach seinem Treffen mit Wladimir Putin am 29. Mai behauptet, dass Russlands Auslandsmedien in Frankreich als Propagandaorgane fungiert hätten. Belege für den Vorwurf blieb er schuldig.

"Wenn man also der Logik Macrons und dessen Umfeldes folgt, sind absolut alle westlichen Medien aus Russland auszuweisen. Weil absolut alle westlichen Medien immer, aber auch immer gegen Putin sind und immer für Russlands Opposition werben. Auf diese Weise versuchen sie zweifellos, sich in unsere Wahlen einzumischen", sagte Margarita Simonjan im russischen Fernsehsender Rossija 24. 

Dabei betonte die Journalistin, dass die russischen Auslandsmedien mit Informationen äußerst präzise umgehen. Das sei sehr wichtig.

Wir waren dabei nicht gegen Macron. Wir waren bloß nicht für Macron. Als Frankreichs führende Zeitungen während der Wahlkampfruhe gesetzwidrig am Wahltag in Frankreich mit Schlagzeilen wie 'Ich flehe Sie an: Stimmen sie für Macron' erschienen sind, haben wir bloß versucht, eine gewisse Ausgewogenheit aufrechtzuerhalten. Und eben dafür hat man uns als Propaganda gebrandmarkt, nur weil wir nicht für ihn waren", so die RT-Chefredakteurin abschließend.

Außerdem kündigte Margarita Simonjan im russischen Fernsehen an, dass die Anwälte der beschuldigten russischen Auslandsmedien gegen gewisse Personen aus dem Umfeld Emmanuel Macrons klagen würden. Der Grund sein ganz einfach: Es habe niemals eine Falsch-Meldung bei Russia Today gegeben.    

Frankreichs Staatschef hatte zuvor auf der Pressekonferenz nach dem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin die russischen Auslandsmedien beschuldigt, während der Wahlkampagne in Frankreich "infame" Unwahrheiten über seine Person produziert zu haben. Mit diesem Vorwurf versuchte der Politiker die Entscheidung seines Wahlkampfteams zu begründen, RT und Sputnik die Akkreditierung zu seinen Wahlveranstaltungen zu verweigern. Somit beantwortete er die entsprechende Frage der RT-France-Chefin Xenia Fjodorowa.

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