Wagen des Ex-Premiers Griechenlands explodiert - Politiker und Fahrer in Krankenhaus eingeliefert

Wagen des Ex-Premiers Griechenlands explodiert - Politiker und Fahrer in Krankenhaus eingeliefert
Loukas Papadimos
Im Wagen des früheren griechische Ministerpräsidenten Loukas Papadimos ist ein Sprengsatz explodiert. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag im Zentrum der griechischen Hauptstadt. Dabei wurden er und sein Fahrer verletzt und befinden sich derzeit im Krankenhaus.

Loukas Papadimos ist griechischer Ökonom und früherer Vizepräsident der Europäischen Zentralbank. In den Jahren 2011 und 2012 war er griechischer Premierminister und Chef der Übergangsregierung. Von 1994 bis 2002 war Papadimos Gouverneur der Bank von Griechenland, der griechischen Notenbank. In seine Amtszeit fiel der Übergang von der Griechischen Drachme zum Euro.

Im März war auch in der Poststelle des deutschen Bundesfinanzministeriums ein Paket eingegangen, das einen explosiven Stoff enthielt. Die Berliner Polizei konnte die Sendung jedoch unschädlich machen. Am nächsten Tag kam es am Pariser IWF-Sitz dann aber zu einer Explosion. Eine Mitarbeiterin verletzte sich an Gesicht und Händen, als sie eine mit Sprengstoff gefüllte Sendung öffnete.

In beiden Fällen war der mutmaßliche Absender die linksextreme griechische Gruppierung "Verschwörung der Feuerzellen". Die Gruppe galt eigentlich schon seit Jahren als zerschlagen. Ihr werden Dutzende nicht tödlicher Brand- und Paketbombenanschläge in Griechenland zur Last gelegt. Die Gruppe begann im Jahr 2010 Briefbomben an griechische Politiker und Regierungseinrichtungen in Frankreich und Deutschland zu verschicken.

Die neuen Paketbomben waren an  „Personen in europäischen Ländern“ adressiert.

Damals hat die griechische Polizei an einer Poststelle in der albanischen Grenzstadt Krioner weitere sprengstoffhaltige Pakete abgefangen. Diese waren ursprünglich an hochrangige EU-Beamte und die europäische Zentralbank adressiert. Zu den potenziellen Empfängern gehörten unter anderen der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Jeroen Dijsselbloem, und der geschäftsführende Direktor des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), Klaus Regling. Die Sendungen wurden insgesamt in acht Länder verschickt.

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