Terroranschlag in Manchester: So reagiert die internationale Gemeinschaft

Terroranschlag in Manchester: So reagiert die internationale Gemeinschaft
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel vor wenigen Tagen beim G20-Treffen in Berlin, 19. Mai 2017.
Ein mutmaßlicher Selbstmordattentäter hat in der britischen Stadt Manchester mindestens 23 Menschen getötet, darunter auch Kinder. Die Staats- und Regierungschefs sowie Vertreter internationaler Organisationen reagieren empört auf den Angriff.

Der russische Präsident Wladimir Putin betonte nach dem Anschlag in Manchester die Bereitschaft, mit Großbritannien im Kampf gegen den Terror zusammen zu arbeiten. Moskau wolle sowohl auf bilateraler Ebene mit London kooperieren als auch im Rahmen breiter internationaler Bemühungen. Putin sprach den Familien der Toten sein Mitgefühl aus und wünschte den Verletzten baldige Genesung.

Rund um die Arena zogen bewaffnete und maskierte Polizisten auf, die Polizei ruf die Menschen dazu auf, sich von der Gegend fernzuhalten.

Wir verurteilen dieses zynische, unmenschliche Verbrechen scharf," hieß es in einem Schreiben an die britische Premierministerin Theresa May dem Kreml zufolge am Dienstag in Moskau. "Wir rechnen damit, dass die Drahtzieher einer angemessenen Strafe nicht entkommen werden."

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte ihr Entsetzen nach dem Bombenanschlag in Manchester.

Es ist unbegreiflich, dass jemand ein fröhliches Popkonzert ausnutzt, um so vielen Menschen den Tod zu bringen oder ihnen schwere Verletzungen zuzufügen", teilte die CDU-Vorsitzende am Dienstag mit.

Ihre Anteilnahme gelte allen Opfern und Betroffenen sowie den Angehörigen in ihrer Trauer und Verzweiflung.

Dieser mutmaßliche terroristische Anschlag wird nur unsere Entschlossenheit stärken, weiter gemeinsam mit unseren britischen Freunden gegen diejenigen vorzugehen, die solche menschenverachtenden Taten planen und ausführen", sagte Merkel demnach weiter. Den Menschen in Großbritannien versicherte sie: "Deutschland steht an Ihrer Seite."

Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière äußerte sich zu dem Anschlag.

Unschuldige Kinder und Jugendliche heimtückisch in den Tod zu bomben, ist so niederträchtig, dass einem dafür die passenden Worte fehlen," erklärte er.

Vor der Manchester Arena werden die ersten Blumensträuße als Ausdruck der Trauer niedergelegt.

Er habe seiner englischen Kollegin sein Beileid übermittelt und ihr jegliche Unterstützung zur Bewältigung der Lage angeboten.

Wir stehen zusammen!"

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sicherte Großbritannien nach dem Anschlag den Beistand des Militärbündnisses zu.

Die Nato steht im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite des Vereinigten Königreichs," schrieb er am Dienstagvormittag über den Kurznachrichtendienst Twitter. "Meine Gedenken sind bei den jungen Leuten und allen, die von dem barbarischen Angriff in Manchester betroffen sind."

Die Europäische Kommission versprach Großbritannien nach dem Terroranschlag von Manchester ihre Solidarität.

Heute trauern wir mit euch," erklärte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Dienstag in Brüssel. "Morgen werden wir an eurer Seite daran arbeiten, gemeinsam mit euch jene zu bekämpfen, die unsere Art zu leben zerstören wollen."

Großbritannien hat den Austritt aus der EU beantragt, ist aber bis zum Jahr 2019 noch volles Mitglied.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilte den Angriff auf ein Popkonzert im nordenglischen Manchester als "schrecklichen Terroranschlag". Er bedaure, dass es Dutzende unschuldiger Opfer gegeben habe, sagte Abbas bei einer Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump in Bethlehem.

Ich spreche der Premierministerin, den Angehörigen und dem britischen Volk mein Beileid aus", sagte Abbas.

Die iranische Regierung reagierte scharf auf den Anschlag in Manchester. Sie verurteilte den Angriff und sprach den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus.

Der Terrorismus entwickelt sich zu einem Krebs, der sich weltweit ausdehnt," sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi am Dienstag.

Daher müssen laut Ghassemi alle Länder eng, seriös und effektiv zusammenarbeiten um den Terrorismus zu besiegen. 

Nach Polizeiangaben hatte ein Attentäter am Montagabend bei einem Konzert in Manchester einen selbstgebauten Sprengsatz gezündet. Mindestens 23 Menschen starben, darunter auch Kinder. Mindestens 59 Konzertbesucher wurden verletzt. (dpa/rt deutsch)

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