Aufhebung von Grenzkontrollen zwischen Dänemark und Schweden

Aufhebung von Grenzkontrollen zwischen Dänemark und Schweden
Schwedische Polizisten kontrollieren eine Gruppe an der Zugstation von Hyllie, nahe Malmö, Schweden, 12. November 2015.
Am 4. Mai ist der erste Tag ohne Grenzkontrollen auf dem Weg nach Schweden. Die Grenzkontrollen nach Deutschland wurden bis auf das Ende der Bundestagswahl verlängert. Schweden will nach dem Attentat von Stockholm stärker im Inland kontrollieren und so abgelehnte Asylbewerber ausfindig machen.

Für Pendler eine gute Nachricht. Seit dem 4. Mai sind die Grenzkontrollen zwischen Dänemark und Schweden wieder aufgehoben worden. Zuvor war es nur mit gültigen Lichtbildausweis möglich zwischen den beiden Ländern zu reisen. Reisende hoffen auf schnellere Reisezeiten, denn die Kontrollen hatten diese verlängert.

Die Kontrollen waren ein Schritt gegen den Ansturm der Flüchtlinge. Die skandinavischen Länder wollten ihren Ruf als Paradies für Flüchtlinge loswerden. Im Januar 2016 wurden Kontrollen eingeführt, die zum ersten Mal, seit den 50 er Jahre wieder Passagiere um ihren Ausweis vorzeigen ließen. Zugbegleiter, die der Ausweiskontrolle nicht nachkamen sollten Strafen zahlen. 

Schweden verschärft allgemeine Grenzkontrollen und hebt Passkontrollen an Grenze zu Dänemark auf

Nachdem Schweden die Grenzkontrollen einführte, verschärfte Dänemark die Kontrollen an der Grenze zu Deutschland. Es war eine Abkehr von der liberalen Willommenspolitik Dänemarks und Schwedens. Spätestens nach dem Attentat in Stockholm erklärte der Premierminister Stefan Löfven die Masseneinwanderung für beendet.

Der Attentäter, der im April mit einem LKW in eine Menschenmenge in Stockholm fuhr und fünf Menschen tötete, war ein abgelehnter Asylbewerber aus Usbekistan. Mit falschen Identitäten entging er seiner Abschiebung und tauchte, so wie Tausende Anderer, unter. 

Nun fordern Politiker schärfe inländische Kontrollen, um illegale Asylbewerber ausfindig zu machen. Auch sollen die Kontrollen an Arbeitsplätzen verschärft werden. Im April wurden an den europäischen Außengrenzen die Ein- und Ausreise erschwert. In Kroatien, Slowenien und Ungarn ergaben sich hierdurch aber Staus, die die Länder zum Aussetzen der Grenzkontrollen bewegten, ohne das Einverständnis aus Brüssel. 

In Deutschland gelten stärkere Grenzkontrollen noch bis nach den Bundestagswahlen. Im Jahr 2016 wurden an den Deutschen Grenzen fast 20.000 Menschen abgewiesen. Sie stammten aus Afghanistan, Syrien, Irak und Nigeria. Anders Ygeman, schwedischer Innenminister, will Grenzkontrollen durch das Scannen von Nummernschildern, Zugang zu Datenbanken und Röntgenkameras ersetzen. Die USA hatten eine Reisewarnung für Reisen nach Europa ausgesprochen, da weiterhin eine Terrorgefahr bestünde. 

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