"USA brauchen Krieg in Europa": Marine Le Pen zur Aufrüstung der Ukraine durch die USA

Marine Le Pen in russicher Duma
Marine Le Pen hatte bereits zu einem früheren Zeitpunkt die russische Duma besucht. Auf dem Bild: Le Pen im Gespräch mit dem damaligen russischen Parlamentssprecher Sergej Naryschkin; am 19. Juni 2013.
Während ihres Treffens mit russischen Parlamentariern äußerte sich die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen gegen eine Aufrüstung in Europa. Sie kritisierte die Russland-Politik der EU und würdigte Moskau für seinen Kampf gegen den Terror.

Die französische Politikerin und Präsidentschaftskandidatin der Partei Front National, Marine Le Pen, gab heute während ihres Besuches in Moskau mehrere Stellungnahmen zu strittigen Themen der internationalen Politik ab.

Sie kritisierte insbesondere die französische Regierung für deren Russland- und Ukrainepolitik. Diese stimme mit ihrer eigenen Position nicht überein.

Heute in der Ukraine sind wir gezwungen, mit einer Regierung zu arbeiten, die auf illegitimem Wege zur Macht gekommen ist im Zuge eines Umsturzes auf dem Maidan. Sie überzieht die Bevölkerung im Donbass mit Bombardierungen. Und das ist ein Kriegsverbrechen, das unter allen Schützern der Menschenrechte eine Empörung hervorrufen muss. Von diesen hören wir in französischen Medien aber ganz andere Appelle", sagte Le Pen.

Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen in der russischen Staatsduma, begleitet von Leonid Slutzki (vorne) am 24. März.

Sie kritisierte auch französische Regierung, die sich Washington "andient". Die USA ziehe die Ukraine an die NATO heran, was Frankreich nicht verhindert.  

Die USA verfolgen das Ziel, einen echten Krieg in Europa zu provozieren, indem sie die Ukraine bewaffnen. Sie wollen die Zone der NATO bis an die russischen Grenzen ziehen. Sie versuchen schon seit Jahren, ihren Einfluss im Osteuropa zu stärken", erklärte Le Pen.

Le Pen trat auch erneut als Gegnerin der Sanktionspolitik auf. Die Sanktionen seien nicht nur dumm, sie seien auch grundsätzlich unfair, weil sie zu Zwecken der Erpressung genutzt werden.

Wir glauben nicht an eine Diplomatie der Drohungen", sagte sie.

Bei ihrem Treffen mit russischen Parlamentariern äußerte Le Pen auch ihre Unterstützung des russischen Antiterroreinsatzes in Syrien und rief europäische Politiker erneut dazu auf, in den Bemühungen zur Prävention und Bekämpfung des Terrorismus stärker mit Russland zu kooperieren.

Gegenüber RT äußerte die französische Politikerin auch ihr Unverständnis für Kritik an ihren Kontakten mit Russland, wie sie oft in Europa zu hören ist. Sie sehe keinen Grund für einen Kalten Krieg.