London: Polizei spricht von 4 Toten und 29 Verletzten sowie „islamistischem Terror“ als Motiv

London: Polizei spricht von 4 Toten und 29 Verletzten sowie „islamistischem Terror“ als Motiv
Die britische Polizei hat bestätigt, dass mittlerweile vier Personen der terroristischen Attacke am Mittwochnachmittag in London zum Opfer gefallen und 40 verletzt worden sind. In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag hat die Polizei eine Razzia auf dem Gelände des Autovermieters durchgeführt, von dem der Attentäter seinen Hyundai-Geländewagen geliehen hatte. Laut dem britischen Boulevard-Blatt Daily Mail sollen dabei mehrere Personen in U-Haft genommen worden sein.

"Wir glauben wir kennen die Identität des Angreifers", gab Mark Rowley, Chef der Anti-Terrorismus-Einheit von Scotland Yard, bekannt, betonte aber, dass dessen Name noch nicht veröffentlicht werde. Hinsichtlich des Tatmotivs gehen die Ermittler derzeit von einem „islamistischen Hintergrund“ aus und vermuten "dass er vom internationalen Terrorismus inspiriert wurde".

Was wir bisher wissen - Stand am 23. März um 8:30 Uhr:

  • Nach bisherigen Angaben tötete der Angreifer drei Personen. Dabei handelt es sich um einen 48-jährigen Polizisten und zwei Passanten zwischen 40 und 50 Jahren. Der Namen des Polizisten wurde mit Keith Palmer angegeben, er hinterlasse eine Ehefrau und Kind.
  • Der Attentäter selbst wurde von Zivilpolizisten mit drei Kugeln niedergestreckt und erlag auf dem Weg ins Krankenhaus seinen Verletzungen.
  • Mindestens 29 Personen haben teilweise schwerste Verletzungen erlitten, darunter drei französische Schüler zwischen 15 und 16 Jahren aus der Bretagne sowie weitere fünf Touristen aus Südkorea und drei Polizisten.
  • Mittlerweile gibt es auch Videoaufzeichnungen von der Terrorattacke mit dem Hyundai-Geländewagen auf dem Bürgersteig der Westminster Brücke.

Premierministerin Theresa May zeigte sich betroffen von den Vorkommnissen in London.

Unsere Gedanken sind bei denen, die ums Leben kamen und die bei diesem schrecklichen Ereignis verletzt worden sind, und bei ihren Familien,

sagte sie. Der Anschlag sei "krank und verkommen". Sie betonte, dass die Menschen in Großbritannien dem Terror niemals nachgeben würden. Das Leben werde wie gewohnt weitergehen.

Die Lage in London ist noch unübersichtlich. Die Polizei wollte ein Ende des Vorfalls noch nicht bestätigen.

Politiker aus aller Welt äußerten ihre Solidarität mit Großbritannien. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte:

Die Nachrichten über den mörderischen Angriff in London erschüttern mich. In diesen Stunden sind wir Deutsche dem britischen Volk in besonderer Weise verbunden.

Er sei in Gedanken bei den Opfern und Verletzten von London

Und bei denen, die um einen nahen Menschen trauern oder fürchten. Ihnen gilt unser ganzes Mitgefühl.

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich ebenfalls zu den Angriffen:

Auch wenn der Hintergrund dieser Taten noch präzise aufzuklären ist, bekräftige ich für Deutschland und seine Bürger: Im Kampf gegen jede Form von Terrorismus stehen wir fest und entschlossen an der Seite Großbritanniens. Ich denke in diesen Stunden in Anteilnahme und Solidarität an unsere britischen Freunde und an alle Menschen in London.