Star-Moderator fragt per Twitter ob Frankreich raus aus der EU soll – und verfälscht das Ergebnis

Star-Moderator fragt per Twitter ob Frankreich raus aus der EU soll – und verfälscht das Ergebnis
Zwei mal drei macht vier, widewidewitt und drei macht neune, ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefälltt: Jean-Jacques Bourdin.
Der französische Moderator Jean-Jacques Bourdin fragte sein Publikum vor kurzem per Twitter, ob Medien lügen. 91 Prozent sagten „Ja.“ Nun fragte er, ob Frankreich die EU verlassen soll, wieder sagte die Mehrheit "Ja." Doch Bourdin postete ein anderes Ergebnis.

Der Radiomoderator Jean-Jacques Bourdin.

Der Moderator des Senders Radio Monte Carlo (RMC) entwickelt sich so langsam zu einem Running Gag im Internet. Mitte Dezember ließ Bourdin per Twitter darüber abstimmen, ob die Medien lügen oder nicht.

Zur Überraschung von Bourdin und vielen anderen stimmten 91 Prozent mit „Ja.“ Zudem gab es noch harsche Kommentare der Nutzer zum Thema Medien und Manipulation obendrauf.

Doch zumindest akzeptierte Bourdin das Ergebnis. Nun ist es ihm wohl doch zu bunt geworden. In einer neuen Umfrage vom 3. Januar wollte Bourdin wissen, ob Frankreich die EU verlassen soll.

Auch hier war das Ergebnis recht eindeutig: Die Nutzer stimmten mit 63 Prozent für einen Austritt von Frankreich. Was dann passierte, müsste eigentlich die Division Wahlfälschung der OSZE auf den Plan rufen.

Statt das reguläre Abstimmungsergebnis zu posten, präsentierte Jean-Jacques Bourdin in seinem nächsten Post ein völlig anderes Ergebnis. Laut seiner Version hätten sich 53 Prozent gegen einen Austritt gegen die EU ausgesprochen.

Das Kopfschütteln und die Empörung der Cybernauten ließ nicht lange auf sich warten. Erst recht, als der Community Manager des Senders auf Twitter die Erklärung für die wundersame Stimmenmehrung der Befürworter für einen Verbleib lieferte: Zum Zeitpunkt, als die Abstimmung beendet war, hätten 62 Prozent für einen Verbleib in der EU gestimmt.

Da kann man in Anlehnung an den Schriftzug des Café Keese in Hamburg nur noch sagen: Honi soit qui mal y pense. Auf Deutsch: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Es bleibt nur zu hoffen, dass wenigstens die Wahllokale bei der Präsidentschaftswahl 2017 in Frankreich bis zum Schluss geöffnet bleiben.

ForumVostok