Britischer Sicherheitsminister Wallace: Islamistische Terroristen planen Giftgasanschläge in Europa

Britischer Sicherheitsminister Wallace: Islamistische Terroristen planen Giftgasanschläge in Europa
Der britische Sicherheitsminister Ben Wallace
Die Befreiung Aleppos und der Sturm auf Mossul mindern den Spielraum radikal-islamischer Terrorgruppen in Syrien und im Irak. Dies könnte Rückkehrbewegungen ausländischer Terroristen weiter fördern. Mit Anschlagsplänen im Handgepäck.

Aleppo ist befreit, auch in Mossul neigt sich die Schreckensherrschaft radikal-islamischer Terrorgruppen dem Ende zu. Je mehr die Dschihadisten allerdings in ihren früheren Hoffnungsgebieten Syriens und des Iraks an Boden verlieren, umso stärker verlagert sich ihr Fokus auf alternative Ziele.

Dabei sollen Terroranschläge in westlichen Staaten eine immer größere Rolle spielen, und Anschläge wie jene in Paris, Brüssel, Nizza oder jüngst Berlin und Istanbul unterstreichen die Richtigkeit diesbezüglicher Einschätzungen.

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Die US-Nachrichtenplattform PJ Media berichtete kürzlich von einer "Liste von Zielen zur Weihnachtszeit", die über Messenger Apps verbreitet wurde und unter anderem Militäreinrichtungen, aber auch Kirchen in den USA aufzählte. Die Daten wurden aus offiziellen Quellen zusammengetragen, daneben wurden Namen, Adressen und Telefonnummern zufällig ausgewählter Normalbürger aufgeführt.
Die Plattform berichtet, bereits im Juni des Vorjahres eine 458 Seiten umfassende "Todesliste" aus einer Open-Source-Quelle heruntergeladen zu haben, die von Sympathisanten der Terrormiliz IS zusammengestellt worden war. Dabei kam der Großteil der Adressen aus den kanadischen Großstädten Ontario und Quebec.

Im Vorjahr lieferte Malaysia zudem einen 20-jährigen Kosovaren an die USA aus, der dem mittlerweile ausgeschalteten IS-Hacker Junaid Hussain eine Liste mit persönlichen Informationen von 1.351 US-Regierungsbeamten und Armeeangehörigen zukommen ließ, um gegen individuell ausgewählte Personen Terroranschläge ausführen zu können, wie aus einer FBI-Information dazu hervorging.
In Europa und Großbritannien soll der IS jedoch auch Ambitionen entwickelt haben, Anschläge mit Chemiewaffen durchzuführen, die das Ziel verfolgen, eine möglichst hohe Anzahl an Todesopfern herbeizuführen. Dies bestätigte der britische Sicherheitsminister Ben Wallace gegenüber der Sunday Times.

Das Agieren des Verfassungsschutzes und seine V-Leute wirft im Fall des mutmaßlichen Attentäters Anis Amir zahlreiche Fragen auf.

Wie die Jerusalem Post berichtet, spielen Heimkehrer aus dem "Dschihad" in Syrien und dem Irak dabei eine besondere Rolle. Allerdings bedient sich der IS erfahrungsgemäß gerne auch noch nicht in Erscheinung getretener Schläfer und "Lone Wolf"-Attentäter, die sich bereits in den Zielländern befinden.

Gegenüber der Sunday Times äußerte Wallace:

Die Ambitionen des IS oder Daesh gehen definitiv in Richtung von Anschlägen mit hoher Opferzahl. […] Sie kennen keine moralischen Bedenken gegen die Verwendung von Chemiewaffen gegen Bevölkerungen und wenn sie könnten, würden sie diese auch in diesem Land begehen. Die Opferzahlen, die solche Anschläge mit sich bringen können, würden die schlimmsten Ängste bestätigen.

Der Krieg in Syrien hatte bereits gezeigt, dass radikale Islamisten in der Lage sind, chemische Waffen herzustellen, und bereit sind, diese auch zum Einsatz zu bringen. Gegenüber der Sunday Times sprach der Minister zwar von keinen konkreten Anschlagsplänen, die bekannt wären, aber er machte deutlich, dass die Sicherheitskräfte entsprechende Übungen durchführen, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Der IS selbst hatte zuletzt im August 2015 die syrische Stadt Marea mit Senfgas angegriffen, berichtet die Organisation für das Verbot chemischer Waffen. Wallace wies auch auf eine IS-Zelle in Marokko hin, die im Februar zerschlagen wurde, nachdem sich Hinweise erhärtet hatten, dass diese in anderen Ländern Angriffe mit C-Waffen plane.

Perfekt inszeniert zeigen sich die White Helmets auf Fotos - die Aussagen befreiter Bürger aus Ost-Aleppo weisen in eine andere Richtung.

Marokkanische Behörden haben eine Zelle zerschlagen, die über chemische Waffen verfügte. Man hat bei ihr giftige chemische und biologische Substanzen und einen großen Bestand an Düngemitteln sichergestellt. Die Substanzen hätten dazu verwendet werden können, im eigenen Haushalt Sprengkörper herzustellen, und man hätte sie in eine tödliche Giftwaffe umwandeln können.

Neben den Heimkehrern aus dem "Dschihad" in Syrien und im Irak gibt es jedoch eine andere Risikoquelle. So wies der Sunday Telegraph auf vermeintliche "gemeinnützige" Organisationen hin, die tatsächlich enge Verbindungen zu terroristischen Gruppen aufweisen. Die Berichte über Verbindungen zwischen Hilfsorganisationen und Terrorgruppen hätten sie im Laufe der letzten drei Jahre verdreifacht.

Die britische Kommission für Gemeinnützigkeit hat in den Jahren 2015 und 2016 insgesamt 630 Mal die Polizei über Verdachtsfälle informiert, wonach gemeinnützige Organisationen, vor allem solche, die in Syrien und anderen Kriegsgebieten operieren, ihren Status missbrauchen, um terroristische oder extremistische Ziele zu fördern.

Zu den vorgeblich gemeinnützigen Gruppen, die im Verdacht stehen, terroristische Belange zu fördern, gehören auch klingende Namen wie die "White Helmets", die türkische IHH, die französische Perle d’Espoir oder der britische "Aid Convoy".

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