Moschee-Schütze aus Zürich war Okkultist: Er töte einen Tag zuvor bereits einen Bekannten

Moschee-Schütze aus Zürich war Okkultist: Er töte einen Tag zuvor bereits einen Bekannten
Polizisten eines Sonderkommandos vor dem islamischen Zentrum in Zürich, Schweiz, 19. Dezember 2016.
Bei dem Angreifer auf das Islamische Zentrum in Zürich handelt es sich um einen 24-jährigen Schweizer Okkultisten aus dem Bezirk Uster. Er soll auch einen Mann getötet haben, der am Sonntag auf einem Spielplatz in Zürich-Schwamendingen gefunden worden war.

Dies gaben Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstagmittag während einer Pressekonferenz in Zürich bekannt. Die drei Männer, die am Montagabend beim Angriff auf das Islamische Zentrum verletzt wurden, sind offenbar außer Lebensgefahr. Nach einer Notoperation sei ihr Zustand stabil.

Der 24-jährige Schweizer aus dem Bezirk Uster, einer Gemeinde des Kantons Zürich, wurde vor sieben Jahren schon einmal wegen eines Fahrraddiebstahls polizeilich auffällig. Daher hatte die Polizei seine DNA und sein Bild. Der junge Mann mit ghanaischem Hintergrund sei zudem an Okkultismus interessiert gewesen.

Der Täter hatte am Montag gegen 17.30 Uhr den Gebetsraum des Islamzentrums in der Eisgasse im Zürcher Kreis 4 betreten und wahllos auf die Betenden geschossen. Dabei wurden drei Männer im Alter von 30, 35 und 56 Jahren zum Teil schwer verletzt. Nach der Tat floh der Schütze und die Polizei leitete eine Großfahndung ein. Das somalisch-islamische Zentrum wird vor allem von Personen aus dem Maghreb, Somalia und Eritrea besucht.

Einige Stunden später wurde nur wenige hundert Meter vom Tatort entfernt an der Sihl in der Nähe der Gessnerallee ein toter Mann gefunden. Zunächst war es jedoch unklar, ob er in Verbindung mit der Schießerei im Islamischen Zentrum stand. Am Dienstagmorgen teilte die Zürcher Kantonspolizei dann mit, dass die Fahnder davon ausgehen, dass es ich bei dem Toten um den Täter handelt.

Der Moschee-Schütze ist nach Angaben der Zürcher Kantonspolizei zudem auch für ein Tötungsdelikt verantwortlich. Am Sonntag vor der Schießerei im islamischen Zentrum hatte ein Passant auf einem Spielplatz in Zürich-Schwamendingen einen regungslos daliegenden Mann gefunden.

Trauer um die Opfer des Anschlags am Breitscheidtplatz.

Die Polizei und die Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen. Er wurde offenbar mit mehreren Messerstichen getötet. Zwischen dem Toten und dem Täter soll eine längere freundschaftliche Beziehung bestanden haben. Die Schweizer Polizei bestätigte, dass die Ermittlungen noch weiterlaufen.

Nach jetzigem Ermittlungsstand könne man aber einen islamistischen oder terroristischen Hintergrund ausschließen. Auch für eine rechtsradikale Motivation des Täters gäbe es bis jetzt keine Hinweise.