„Unerwünschte Person“ - Lutz Bachmann darf weiterhin auf Teneriffa wohnen

„Unerwünschte Person“ - Lutz Bachmann darf weiterhin auf Teneriffa wohnen
„Unerwünschte Person“ Lutz Bachmann darf weiterhin auf Teneriffa wohnen
Als der Pegida-Mitgründer Lutz Bachmann im September aus seiner deutschen Heimat auf die spanische Insel Teneriffa zog, konnte er sich wohl kaum vorstellen, dass ihm dort kein warmer Empfang bereitet wird. Doch genau das passierte mit dem sächsischen Migranten.

Die Behörden der beliebten Ferieninsel Teneriffa beschlossen am 29. Oktober, Lutz Bachmann zur „unerwünschten Person“ zu erklären. Als Begründung hieß es im Inselrat von Teneriffa, dass Bachmann "wie ein Virus" sei, und dass die entsprechende Erklärung wie eine Impfung wirken solle.

Pegidagründer Lutz Bachmann trifft auf den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders - Quelle: Ruptly

Die Wirkung ist ohnehin eher symbolischer Art. RT Deutsch sprach mit Fernando Sabaté, dem Wortführer der Podemos-Fraktion im Parlament von Teneriffa und stellte fest, dass Bachmann auf auch als „unerwünschte Person“ auf der Insel wohnen darf. Zudem genießt der Pegida-Mitgründer als EU-Bürger Niederlassungsfreiheit.

Fernando Sabaté erklärte gegenüber RT Deutsch, dass es für seine Partei wichtig gewesen sei, ihre Position klar an den Tag zu legen. So sei es sei inakzeptabel, das fremdenfeindliche Verhalten Bachmanns einfach hinzunehmen.

Rassismus muss bekämpft werden, so der Podemos-Sprecher und führte aus:

„In einigen Ländern entstehen ultrarechte Gruppen, die versuchen, die ganze Verantwortung für die Misere auf die Einwanderer, das heißt auf die schwächsten Gruppen, abzuwälzen, statt auf die Regierung, auf die neoliberale Politik oder auf die im Interesse von Großkonzernen agierende Politik. Somit machen sie diese Gruppen von Flüchtlingen und Einwanderern zu den wichtigsten Zielscheiben ihrer Verfolgung. In diesem Sinne funktioniert das wie ein Ventil. Das löst aber keine Probleme, sondern wird lediglich Personen, die sich in einer schwierigen Situation befinden, viel Schaden und Schmerz zufügen.“

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