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"Wir brauchen einen Neuananfang" - Armeniens Premierminister tritt zurück

"Wir brauchen einen Neuananfang" - Armeniens Premierminister tritt zurück
Der armenische Premierminister Hovik Abrahamian hat am Donnerstag mitgeteilt, dass er von seinem Amt zurücktritt. Die Entscheidung wird auf die sich verschlechternde Wirtschaftslage und die Ausbrüche von Unruhen in der Kaukasusrepublik zurückgeführt.

Regierungssprecher Steffen Seibert hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach sich die Bundesregierung von der umstrittenen

„Wir brauchen neue Ansätze und einen Neufanfang“, sagte Abrahamian bei einer Kabinettssitzung. „Wir sollten an die Zukunft denken und eine neue Regierung bilden.“ Der Schritt kommt nur wenige Wochen, nachdem Präsident Serzh Sargsjan die Schaffung einer Regierung der nationalen Verständigung anregte.

Abrahamian wurde vor zwei Jahren zum Premierminister ernannt. Aber das Abrutschen der Wirtschaft des christlich geprägten Landes im Südkaukasus begann, sein politisches Standing in Jerewan beachtlich zu untergraben. Russland im Gegenzug werde gezwungen sein, seine finanziellen Hilfszuwendungen an Jerewan zu intensivieren, erwarten Analysten.

Zahlreiche politische Krisen belasteten Abrahamian zusätzlich. Anfang des Jahres flammten die Kämpfe gegen Aserbaidschan um die abtrünnige Region Berg-Karabach wieder auf. Außerdem marschierten bewaffnete Männer im Juli in einer Polizeistation ein. Sie forderten tagelang die Freilassung eines inhaftierten Oppositionspolitikers.

Armenische Medien erwarten, dass der Nachfolger des Premiers Karen Karapetian werden könnte. Er gilt als Technokrat. Er war ehemals Vorsitzender des nationalen Erdgasunternehmens und Bürgermeister von Jerewan.

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