Britische Militäranalyse: „Russland ist Großbritannien an Waffenkraft und Technologie überlegen“

Laut einer britischen Militäranalyse hat Russland signifiaknte Vorteile gegenüber der britischen Armee. Da scheint auch die royale MG-Bemannung durch Prinz Harry nicht mehr zu helfen...
Laut einer britischen Militäranalyse hat Russland signifiaknte Vorteile gegenüber der britischen Armee. Da scheint auch die royale MG-Bemannung durch Prinz Harry nicht mehr zu helfen...
Russische Waffen, darunter Raketenwerfer und Flugabwehrsysteme, übertreffen ihre britischen Pendants, schreiben britische Medien mit Verweis auf eine Analyse des britischen Verteidigungsministeriums. Das gebe dem russischen Staatschef, Wladimir Putin, einen "signifikanten Vorteil" gegenüber den britischen Streitkräften. Beobachter vermuten hinter dem gezielten Leak an die britischen Medien jedoch vielmehr den Versuch, das Militärbudget zu steigern.

Die Analyse soll im März 2016 unter der Leitung des britischen Generalstabschefs, General Sir Nick Carter, entstanden sein. Das Dokument basiere laut The Telegraph auf den Resultaten von in der Westukraine durchgeführten Übungen.  

Symbolbild

„Im Fall einer unwahrscheinlichen direkten Konfrontation zwischen der NATO und Russland müssen wir zugeben, dass Russland gegenwärtig einen signifikanten Vorteil gegenüber den britischen Streitkräften hat“, zitiert Telegraph aus dem Bericht.

Die Times schreibt, dass ein für die britischen Truppen geplanter 3,5 Milliarden Pfund teurer militärischer Fuhrpark im Fall einer Konfrontation unverhältnismäßig verwundbar durch russische Mörser und Raketen sei.       

Dem Bericht ist darüber hinaus zu entnehmen, dass das Vereinigte Königreich und seine NATO-Verbündeten „dringend“ Maßnahmen ergreifen müssen, um das Niveau der russischen Mittel zur elektronischen Kriegsführung zu erreichen.     

„Wegen der Tatsache, dass einige unserer erstklassigen Militärmöglichkeiten seit dem Jahr 2003 allmählich schwinden, müssen wir nach den Wegen suchen, auf der taktischen Ebene ʻklügerʼ zu kämpfen, und zugeben, dass einige Gegner mit Waffen ausgerüstet sein könnten, die unseren überlegen sind“, zitiert Telegraph die Schlussfolgerung der Analysten.