Messerangriff in London - Eine tote US-Bürgerin, zahlreiche Verletzte

Messerangriff in London - Eine tote US-Bürgerin, zahlreiche Verletzte
Am Russell Square in London hat ein 19-Jähriger auf Passanten eingestochen. Durch die Messerattacke wurde eine Frau getötet und mehrere Menschen verletzt. Ein terroristischer Akt wird nicht ausgeschlossen, doch verweist die Polizei vor allem auf die labile psychische Verfassung des Täters.

Ein 19-jähriger Mann hat am späten Mittwochabend in London mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen. Laut Polizeiangaben wurde dabei eine etwa 60 Jahre alte Frau aus den USA getötet, zwei weitere Frauen und drei Männer erlitten "diverse Verletzungen".

Beamte überwältigten den Angreifer unter Einsatz eines Elektroschockers und nahmen ihn fest.

Der Hintergrund der Tat ist noch unklar. Auch wenn ein terroristischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden könne, sprechen die bisherigen Indizien dafür, dass die "psychischen Verfassung" des Mannes eine Rolle gespielt hat, sagte ein Polizeisprecher. Die Mordkommission der Londoner Polizei führt, unter Einbindung der Anti-Terror-Einheit von Scotland Yard die Ermittlungen.  

Der Angriff ereignete sich im Zentrum von London am Russell Square nahe dem Britischen Museum. Erste Anrufe bei der Polizei gingen um 22.30 Uhr ein und berichteten von einem Mann, der mit einem Messer auf Menschen einstach. 

Am Mittwoch kündigte die Metropolitan Police an, in den nächsten zwei Jahren zusätzliche bewaffnete Polizisten in London patrouillieren zu lassen.  

Am Sonntag warnte Londons Polizeichef Bernard Hogan-Howe vor Terroranschlägen in der Metropole. Die Frage sei nicht, ob es einen solchen Anschlag geben werde, sondern wann er sich ereigne, hatte Hogan-Howe geagt.

"Als Verantwortlicher für die Abwehr einer solchen Attacke würde ich gerne beruhigen. Aber ich fürchte, ich kann das nicht tun."