Ukrainische Beamte unterschlagen 200.000 US-Dollar beim Errichten von Befestigungsanlagen im Donbass

Ukrainische Beamte unterschlagen 200.000 US-Dollar beim Errichten von Befestigungsanlagen im Donbass
Ukrainische Beamte werden verdächtigt, gut 200.000 US-Dollar veruntreut zu haben, die für das Errichten von Befestigungsanlagen im Donbass vorgesehen waren.

Die Wirtschaftsschutzabteilung der ukrainischen Nationalpolizei will ein Schema aufgedeckt haben, dank dem korrupte Beamte der Gebietsverwaltung Iwano-Frankowsk beim Errichten von Befestigungsanlagen im Gebiet Donezk mehr als 200.000 US-Dollar unterschlagen haben:

„Im Jahr 2015 schloss eine Abteilung der Gebietsverwaltung Iwano-Frankowsk mit einem privaten Unternehmen Verträge zum Gesamtwert von gut 39 Millionen Griwna ab. Als die Firma die Staatsgelder bekam, kaufte sie sofort Baumaterialien für das Errichten von Befestigungsanlagen zu erhöhten Preisen ein. Außerdem gab es weitere Verträge mit einer anderen Firma zum Wert von 17 Millionen Griwna, die angeblich an dem Errichten der Befestigungsanlagen arbeitete. Die Staatsgelder wurden mithilfe von Briefkastenfirmen in bar abkassiert und unter den Teilnehmern des Schemas verteilt. Auf diese Weise landeten mehr als fünf Millionen Griwna in den Taschen der Beamten der Gebietsverwaltung und in den Firmen“, seht in der Pressemitteilung der Polizei.

Die Militärstaatsanwaltschaft der Region West strengte ein Strafverfahren gemäß Teil 5, Artikel 191 des ukrainischen Strafgesetzbuches („Unterschlagung, Veruntreuung oder Aneignung von Vermögen durch Amtsmissbrauch“) an.

Die Behörden durchsuchten die Wohnungen der Verdächtigen und die Büros der Firmen.

„Es wurden dabei Waffen, Munition, Granaten, Stempel unterschiedlicher Wirtschaftssubjekte und Pässe physischer Personen sichergestellt“, steht in der Pressemitteilung.