LIVE UPDATES: Terroranschlag in Frankreich – LKW rast in Menschenmenge – Über 80 Tote in Nizza

LIVE UPDATES: Terroranschlag in Frankreich – LKW rast in Menschenmenge – Über 80 Tote in Nizza
In der französischen Hafenstadt Nizza ist ein bewaffneter Mann mit einem LKW in eine Menschenmenge, die sich gerade ein Feuerwerk anschaute, gerast. Nach einer Schießerei mit der Polizei wurde der Fahrer getötet. Laut jüngsten Meldungen soll es Dutzende Tote sowie Verletzte geben. „Da sind Menschen voller Blut, wahrscheinlich ist es dort voll von Verwundeten", wird ein Reporter der Nice Matin Zeitung zitiert. Andere lokale Medien sprechen bereits von einem Terrorakt.

+++ Update 16:15: Tod Zwei Schülerinnen und einer Lehrerin aus Berliner  Paula-Fürst-Schule bestätigt +++

+++ Update: 84 Tote, 18 Menschen in Lebensgefahr +++

+++ Über 100 Verletzte, unter ihnen viele Ausländer +++

+++ Der Attentäter wurde erschossen +++

+++ Waffen & Granaten in LKW gefunden +++

+++ Hollande beruft Krisengipfel ein +++

Am Brandenburger Tor sollte ein deutsch-französische Volksfest stattfinden. Das wurde nun abgesagt.

"Das Fest ist für heute wegen des Anschlags und der Opfer abgesagt", sagte ein Sprecher des Veranstalters. 

An der französischen Botschaft in Berlin werden Blumen niedergelegt: 

Innenminister Thomas de Maiziere betonnt den "gemeinsamen Gefahrenraum Europa":

„Auch Deutschland liegt im Fokus solcher Terrorakte."

Der Anschlag zeige, dass mit unterschiedlichen Arten von Anschlägen gerechnet werden müsse. Sowohl von Gruppen als auch von Einzeltätern.

"Die Terroristen hassen und töten um Angst und Schrecken zu verbreiten. Sie wollen, dass wir unser Leben verändern und Macht über unsere Freiheit bekommen, das wird nicht gelingen. Wir werden unsere Werte weiterhin aufrecht und stolz leben. Das ist die beste Antwort auf den Terror."

Auch wenn ein Deutschland-Bezug des Attentäters nicht vorliegt, so habe die Bundespolizei ihre Sicherheitsvorkehrung verstärkt. Dies gilt vor allem an der Binnengrenze sowie beim Bahn-, Flug- und Fährverkehr, so der Minister. 

Bundespräsident Joachim Gauck ruft zur Verteidigung der Freiheitswerte auf:

"Wir wissen genau, was wir zu tun haben in dieser Situation. Aus dem Geist von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit müssen wir alle denen widerstehen, die mit Hass, Terror und Vernichtungswillen gegen unsere Werte agieren. Wir sind bereit, unsere Werte zu verteidigen und zu schützen."

Der Flughafen von Nizza wurde wieder freigegeben:

Medienberichten zufolge, wurde im LKW des Attentäters seinen Personalausweis, sein Handy und seine Kreditkarte gefunden. 

Unklar ist, ob der Attentäter Kontakt zu Terrorgruppen hatte. Bisher hat sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" noch nicht zum Anschlag bekannt. 

Krisenstab in Nizza einberufen:

Der Krisenstab der französischen Politik und Sicherheitskräfte hat sich in Nizza getroffen. Darunter auch Präsident François Hollande, Premierminister Manuel Valls und Innenminister Bernard Cazeneuve.

Laut dem französische TV-Sender "iTele", hat die Polizei bei einer Razzia im Haus des Attentäters eine Person festgenommen. Eine maskierte Einheit habe einen Mann aus dem Haus abführten.

Nach Fund eines verlassenen Gepäckstücks wurde der Flughafen von Nizza evakuiert.

Putin erklärt seine Solidarität mit dem französischen Volk in einer öffentlichen Liveansprache:  

"Ich verstehe, dass der Präsident der Französischen Republik jetzt wohl keine Zeit für Telefonate hat. Deshalb wende ich mich öffentlich an ihn. 

Lieber Francois, Russland weiß, was Terror bedeuten und auch die Bedrohung, die jener für uns alle schafft. Unser Volk, das mehrere ähnliche Tragödien erfahren hat, durchlebt die Geschehnisse mit. Es ist voller Mitgefühl und solidarisiert sich mit dem französischen Volk."

Unter den Opfern des Anschlags in Nizza am Donnerstagabend sind auch drei Berliner:

Bei den Opfern handelt es sich angeblich um drei Teilnehmer einer Abifahrt nach Nizza. Eine der Toten ist eine Lehrerin. 

Die Sprecherin der Senatsbildungsverwaltung, Beate Stoffers, teilte mit, dass sich während des Anschlags mehrere Berliner Schulkassen in Nizza aufhielten. Laut Senatsschulverwaltung sollen mindestens sechs, anderen Quellen zufolge sieben Schulklassen in Südfrankreich gewesen sein. 

Aufnahmen von dem Moment, als die Polizei den Attentäter erschießt: 

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland Aiman Mazyek erklärte:

"Wir sind tief erschüttert über diesen feigen und perfiden Anschlag."

Der Vorsitzende des Islamrats, Burhan Kesici, erklärte, das Attentat zeige, wie "menschenverachtend" Täter sein könnten.

"Der Terror trifft nicht nur die Franzosen, sondern die ganze Menschheit".

US-Außenminister John Kerry verurteilte den Angriff in Nizza als "unglaubliches Gemetzel". Zum Auftakt eines Gesprächs mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Moskau sagte er:

"Menschen in der ganzen Welt warten darauf, dass wir einen schnelleren und konkreteren Weg finden, damit sie das Gefühl haben, dass alles, was möglich ist, getan wurde, um diese terroristische Plage zu beenden."

Man müsse zeigen, dass die Welt vereint versuche, den "nihilistischen und verkommenen Ansatz zu Leben und Tod" zu bekämpfen. 

Wie sie Zeitung "Nice Matin" berichtet, wurde der Attentäter von Nizza als Mohamed Lahouaiej Bouhlel identifiziert. Er soll als Lkw-Lieferant gearbeitet haben und war wegen mehrerer Gewaltdelikte polizeibekannt. Momentan sollen mehrere seiner Angehörigen vernommen werden.

Frankreich setzt Reservisten der Gendarmerie ein, um die Polizei zu entlasten. Das wurde nach der Sitzung des Sicherheitskabinetts entschieden. Die Gendarmerie gehört zum Militär untersteht aber dem Innenministerium, weil sie Polizeiaufgaben übernimmt. 

Video-Ansprache der Bundeskanzlerin Merkel:

Die Bundespolizei hat ihre Kontrollen an den Grenzen zu Frankreich verstärkt. Das gelte für die Grenzübergänge an den Autobahnen und anderen Straßen, an Flughäfen und in den Zügen, wie die Bundespolizei in Potsdam mitteilte. Die Maßnahmen seien mit den französischen Behörden abgestimmt. Weitere Details könnten aus einsatztaktischen Gründen nicht genannt werden.

Bei dem Treffen des Sicherheitskabinetts wurde eine dreitätige Staatstrauer angeordnet. Das verkündete Premierminister Manuel Valls. 

Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet, dass Frankreichs Präsident Hollande die Mitglieder seines Sicherheitskabinetts im Elyséepalast empfängt. 

Der Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi, sagte, dass sich unter den Toten auch zehn Kinder befinden sollen.

Formell gilt der Angreifer von Nizza als identifiziert. Die Papiere des 31-jährigen Franko-Tunesier mit Wohnsitz in Nizza, wurden im Tatwagen gefunden, verkündete die Polizei. In Nizza laufen derzeit "mehrere" Polizeieinsätze. Laut der Zeitung  "Nice Matin" wird die Wohnung des Verdächtigen durchsucht. 

Laut lokalen Medien befinden sich 54 Kinder nach der Attacke im Krankenhaus und werden behandelt.  

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich am Rande des Asem-Gipfels im mongolischen Ulan Bator zu den Ereignissen in Frankreich:

Deutschland steht im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite Frankreichs", sagt sie am Rande des Asem-Gipfels im mongolischen Ulan Bator. "Und ich bin sehr überzeugt, dass wir trotz aller Schwierigkeiten diesen Kampf gewinnen werden." Alle Teilnehmer des Gipfels seien "vereint in der Fassungslosigkeit über den massenmörderischen Anschlag in Nizza".

Augenzeugen berichten, dass der Attentäter den weißen Truck vorsätzlich im Zickzack gefahren hat, um so viele Passanten wie möglich zu töten bzw. zu verletzen.

„Zuerst haben wir gedacht, dass sich der LKW-Fahrer schlecht fühlt. Es wurde uns aber schnell klar, dass das absolut unmöglich ist. Er wollte möglichst viele Menschen umbringen“, so ein Überlebender.

Der Terrorist soll zwei Kilometer lang durch die belebte Promenade gefahren sein, bis die Polizei ihn erschoss. Bei dem Amokläufer handelt es sich um einen 31-jährigen Ortseinwohner mit tunesischem Migrationshintergrund.

Das nächstgelegene Hotel Negresco verwandelte sich gleich nach der Attacke provisorischerweise in ein Feldlazarett.

Unter den Opfern und Verletzten soll es viele Ausländer geben. Der russische Verband für Tourismus bestätigte den Tod einer russischen Staatsbürgerin in Nizza. Die Frau sei von dem weißen Truck überfahren worden. Die Pressesprecherin der Organisation, Irina Tjurina, berief sich dabei auf die jeweilige Versicherungsgesellschaft.    

„Wir haben die Infromationen von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft erhalten. Zwei Freundinnen aus Russland sollen demnach auf der Promenade des Anglais spazieren gegangen sein. Eine sei unter den Rädern des LKWs ums Leben gekommen. Ihre Freundin habe nicht besonders schwere Verletzungen erlitten“, so Irina Tjurina.

Das russische Außenministerium bestätigte den Tod einer russischen Bürgerin. Ihre Freundin sei verletzt worden.

Das russische Generalkonsulat in Marseille sammelt weiterhin Informationen über mögliche Opfer aus Russland.  

Bisher hat sich keine Terrororganisation zu dem Anschlag bekannt. Experten vermuten jedoch hinter der Attacke den „Islamischen Staat“. 

US-Präsident Barack Obama nannte als Erster den Vorfall eine Terrorattacke und bot Frankreich jede Hilfe bei der Untersuchung des Attentats an.

Frankreichs Präsident François Hollande bezeichnete die Hanldungen des Amokläufers als Terroranschlag und ließ den Ausnahmezustand wegen der Terrorgefahr um drei Monate verlängern.

„Ich habe beschlossen, den Ausnahmezustand, der am 26. Juli ablaufen sollte, um drei Monate zu verlängern. Ganz Frankreich ist der Terrorgefahr ausgesetzt. Die Operation zur Terrorabwehr soll auf dem höchsten Niveau aufrechterhalten werden“, sagte François Hollande in seiner Videobotschaft.

Der Rat der Muslime in Frankreich verurteilte den Anschlag in Nizza und rief alle Gläubigen an, am Freitag für die Opfer der „barbarischen“ Attacke zu beten.

Der US-Präsidentschaftskandidat, Donald Trump, sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Im Twitter bemängelte er die Sicherheitslage.

„Eine weiterere schreckliche Attacke. Diesmal in Nizza, Frankreich. Viele Tote und Verletzte. Wann werden wir lernen? Es wird nur immer schlimmer“, so Donald Trump.

Bundeskanzlerin Anegla Merkel zeigte sich mit Frankreich im Terrorkampf solidarisch und drückte dem französischen Außenminister, Jean-Marc Ayrault, ihr Mitleid aus. 

„Deutschland steht im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite Frankreichs", sagte Angela Merkel am Rande des ASEM-Gipfels im mongolischen Ulan Bator. "Ich bin sehr überzeugt, dass trotz aller Schwierigkeiten wir diesen Kampf gewinnen werden.“

Russlands Präsident Wladimir Putin erfuhr von der Attacke in Nizza während der Verhandlungen mit dem US-Außenminister John Kerry und schickte seinem französischen Amtskollegen, François Hollande, ein Beileidstelegramm. Russland sei mit dem Volk Frankreichs in diesen schweren Tagen solidarisch.

„Präsident Putin hat seinem französischen Kollegen, Präsident Hollande, ein Telegramm geschickt, wo er ein tiefstes Beileid im Zusammenhang mit diesem unmenschlichen und barbarischen Terroranschlag ausdrückt“, teilte der Pressesprecher des russischen Staatschefs, Dmitri Peskow, mit.

Der russische Ministerpräsident, Dmitri Medwedew, erklärte, dass die internationale Gemeinschaft auf solche Herausforderungen mit vereinten Kräften reagieren müsse.

„Der Terrorismus kennt bekanntlich keine Grenzen und ist eine gemeinsame Herausforderung sowohl für Europa als auch für Asien. Das ist eine äußerst schmerzvolle Attacke“, sagte der russische Regierungschef auf dem ASEM-Gipfel in der Mongolei. „Wir sind verfplichtet, mit vereinten Kräften nach Antworten auf solche Herausforderungen zu suchen, sich miteinander zu solidarisieren und unser Bestes zu tun, um den Terror zu bekämpfen. Zumal die Terroristen und ihre Sponsoren nur Gewalt verstehen. Daher müssen wir sie anwenden.“ 

Videos aus Nizza zeigen Menschen, die panisch fliehen:

Foto zeigt Verletzte und Trümmer:

Das soll der LKW sein:

Viele verschanzen sich aus Angst in Cafes:

Unter Opfern mehr als 10 Kinder:

RT-Liveberichterstattung zu Nizza:

 Video zeigt Moment, in dem LKW auf Menschenmasse zurast:

Waffen und Granaten in Nizza gefunden:

Trends: # Attentat in Nizza