Regionalrat der Toskana ruft zur Aufhebung der Russland-Sanktionen auf

Regionalrat der Toskana ruft zur Aufhebung der Russland-Sanktionen auf
Der Regionalparlament der Toskana (Consiglio regionale della Toscana) hat am Mittwoch eine Resolution verabschiedet, in der sie an die Regierung in Rom appelliert, auf die gegen Russland verhängten Sanktionen möglichst bald aufzuheben.

Das Dokument wurde von der rechten Partei Lega Nord unterbreitet und von den Abgeordneten einstimmig angenommen. Dafür stimmten 33 der 33 anwesenden Regionalratsmitglieder, unter ihnen auch Vertreter der Demokratischen Partei, die die Mehrheit im toskanischen Regionalparlament bildet.       

Die Resolution des Regionalrats der Toskana weicht in einigen Punkten von den Dokumenten ab, die zuvor von den Parlamenten der drei nördlichen Regionen Italiens – Venetien, Ligurien und der Lombardei – abgesegnet worden sind.  

So wird die Schwarzmeer-Halbinsel Krim mit keinem einzigen Wort erwähnt. Was die antirussischen Sanktionen betrifft, so sieht die Resolution vor, dass die örtliche Regierung die „Arbeit mit der Regierung und dem Parlament Italiens aktivieren“ solle, damit „jede nützliche und auf die Überwindung der Sanktionen gerichtete Initiative“ angenommen werde.      

Darüber hinaus appelliert das Dokument an die italienische Regierung, sich nach wie vor für den „Dialog, der Brücken – und nicht Mauern – baut“ zu engagieren. 

Wie Manuel Vescovi, Mitglied des Regionalrats der Toskana von Lega Nord, im Gespräch mit der Agentur RIA Nowosti sagte, sei das Ziel der Resolution, die Landesregierung dazu zu bewegen, die antirussischen Sanktionen rückgängig zu machen.    

„Ich finde es unglaublich, dass italienische Firmen nicht mit russischen Unternehmern arbeiten dürfen. Diese Resolution ist ein Schritt, damit unsere Unternehmen nach Russland zurückkehren dürfen“, so Manuel Vescovi.