NATO billigt Stationierung von vier Bataillonen im Baltikum - Russland: Das erschreckt uns nicht

NATO billigt Stationierung von vier Bataillonen im Baltikum - Russland: Das erschreckt uns nicht
Die NATO-Verteidigungsminister haben die Stationierung von jeweils einem Bataillon in Lettland, Litauen, Estland und Polen gebilligt. In Litauen wird das Bataillon von der Bundeswehr gestellt. Russland sieht darin keine immanente Gefahr, kündigte aber entsprechende Gegenmaßnahmen "gegen diesen Trend an unserer Westgrenze" an.

„Die NATO wird vier rotierende multinationale Bataillone in Estland, Lettland, Litauen und in Polen stationieren. Und ich begrüße die heute von vielen Alliierten gemachten Verpflichtungen, sich daran zu beteiligen“, sagte der NATO-Generalsekretär, Jens Stoltenberg, nach der Bündnistagung auf Ministerebene am Dienstag.   

Zuvor hatte er mitgeteilt, dass diese Einheiten unter dem NATO-Kommando stehen und größtenteils aus Armeeangehörigen der sogenannten „führenden Länder“ bestehen würden.

Dem US-Botschafter beim Atlantischen Bündnis, Douglas E. Lute, zufolge würden diese Bataillone aus 800 bis 1.000 Mann bestehen und alle sechs bis neun Monate rotieren, damit sie rund um die Uhr auf dem Territorium dieser Länder präsent wären. Drei der vier Bataillone würden die USA, Deutschland und Großbritannien bilden. Douglas E. Lute erklärte gegenüber Journalisten, dass die turnusmäßige Stationierung Anfang 2017 beginnen könnte.

Sein

Am selben Tag kommentierte der Leiter des Duma-Ausschusses für Verteidigung, Ex-Befehlshaber der Schwarzmeerflotte Russlands, Admiral a. D. Wladimir Komojedow, den NATO-Beschluss gegenüber Interfax folgenderweise:

„Mit vier Bataillonen lassen wir uns natürlich nicht erschrecken. Diese Einheiten stellen für Russland keine Gefahr dar, zumal unsere Armee nicht mehr die von vor 20 Jahren ist. Allerdings beunruhigt uns der Trend an sich – und zwar die Zunahme von Bedrohungen an der westlichen Grenze unseres Landes.“

Daher werde die Russische Föderation Wladimir Komojedow zufolge eindeutige Gegenmaßnahmen treffen.

Anfang Juni hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärt, dass die NATO den Umsturz in der Ukraine und die darauffolgende Reaktion Russlands als Vorwand genutzt habe, um ihrem Dasein einen neuen Sinn zu verleihen.:  

„Ich bin mir sicher, dass alle ernsthaften und ehrlichen Politiker Bescheid wissen, dass Russland keinen Mitgliedsstaat des Atlantischen Bündnis jemals überfallen wird. Solche Pläne haben wir nicht.“

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