"Gegen hybride Bedrohungen": In Polen startet größtes diesjähriges NATO-Manöver „Anakonda 2016"

 "Gegen hybride Bedrohungen": In Polen startet größtes diesjähriges NATO-Manöver „Anakonda 2016"
Am Montag ist in Warschau das NATO-Großmanöver „Anakonda 2016“ feierlich eröffnet worden. Rund 31.000 Soldaten aus 24 Ländern üben kurz vor dem NATO-Gipfel 2016 den "Ernstfall". Die Manöver werden bis zum 17. Juni andauern und gelten als die größte Militärübung auf polnischem Boden seit drei Jahrzehnten. Gleichzeitig startet das NATO-Großmanöver „Saber Strike“, bei denen die NATO die Verlegung von Gerät und Personal über Deutschland ins Baltikum trainiert.

Der offizielle Startschuss für die Übung wird heute in der Akademie für Nationale Verteidigung in Warschau gegeben. Der praktische Teil der Programms wird erst am Folgetag beginnen. Nach Angaben des polnischen Ministeriums nehmen an den Manövern rund 31.000 Soldaten aus 24 Staaten teil, darunter 12.000 aus Polen, 10.000 aus den USA und 1.000 aus Großbritannien. Daneben kommen 12 Kriegsschiffe, 105 Flugzeuge und Hubschrauber sowie 3.000 Kampf- und Transportfahrzeuge zum Einsatz. 

Die Manöver „Anakonda“ werden seit 2006 alle zwei Jahre ausgetragen. 2016 soll eine gemeinsame Vereidigungsoperation vor dem Hintergrund "hybrider Gefahren" geübt werden. Die Verteidigungsbehörde Polens hat betont, dass die Manöver einen Verteidigungscharakter hätten und die Reaktion von Truppen und Kommando auf allgemeine Gefahren testen sollten.

Wie der Chef des russischen Zentrums für Verminderung der Atomgefahr, Sergej Ryschkow, mitteilte, würden russische Militärexperten den Stationierungsort der polnischen Armee inspizieren und sich über die Einzelheiten der NATO-Manöver informieren lassen.

Parallel zu „Anakonda 2016“ finden im Baltikum die Manöver „Saber Strike“ statt, bei denen die NATO unter anderem die Verlegung von Gerät und Personal über Deutschland und Polen ins Baltikum trainiert.