NATO-Marine übt mit 6.000 Soldaten aus 15 Nationen in der Ostsee "den Verteidigungsfall"

NATO-Marine übt mit 6.000 Soldaten aus 15 Nationen in der Ostsee "den Verteidigungsfall"
Bis zum 19. Juni finden im südlichen Teil der Ostsee die NATO-Marine-Übungen „Baltops 2016“ statt. Daran nehmen 6.100 Soldaten aus Marine und Luftwaffe sowie 50 Kriegsschiffe, 60 Flugzeuge, inklusive strategischer Langstreckenbomber vom Typ B-52, Hubschrauber und Drohnen teil. Die Manöver sind auf die maritime Kriegsführung ausgerichtet, um die Ostseeregion vor möglichen Bedrohungen zu verteidigen, heißt es aus dem Pentagon.

2016 werden die „Baltops“-Manöver wie im Vorjahr vor der Küste Schwedens, Dänemarks und Polens ausgetragen. Die Übung beginnt jedoch in den estnischen Gewässern. In Tallinn startet an diesem Freitag eine zweitägige Konferenz der Teilnehmerstaaten. Im Hafen der estnischen Hauptstadt ankert bereits das Flaggschiff der 6. US-Flotte, die USS Mount Whitney.

Russland und der Westen - eine schwierige Beziehung

Es ist das erste Mal, dass ein Kriegsschiff solcher Klasse in diesem baltischen Land anlegt. Der estnischen Militärbehörde zufolge sind an den Übungen 15 NATO-Staaten (Dänemark, Norwegen, Belgien, Italien, Estland, Lettland, Litauen, Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Polen, Portugal, Spanien, die USA und Großbritannien) und ihre Verbündeten (Schweden und Finnland) mit 50 Kriegsschiffen sowie mit 60 Flugzeugen, Hubschraubern und Drohnen beteiligt. Im Rahmen des Trainings sollen ungefähr 6.100 Soldaten auf See, an Land und in der Luft geschult werden.

Das Strategische Militärkommando der USA verkündete, dass die beteiligten B-52 Langestreckenbomber von ihrer Minot-Luftwaffenbasis in North Dakota am Donnerstag verlegt wurden. Diese nehmen zum dritten Mal in Folge an den jährlichen Kriegsmanövern teil.

„Die Integration von strategischen Bombern in multinationale Operationen in einer Vielzahl von Szenarien erhöht die Bereitschaft und Fähigkeit der US- sowie NATO-Streitkräfte, die entscheidend für die globale Sicherheit sind“, so Admiral Cecil D. Haney, Vorsitzender des Strategischen Militärkommandos der USA, im Rahmen einer Stellungnahme am Donnerstag.