Dmitri Peskow: „Kalter Krieg“ zwischen NATO und Russland

Dmitri Peskow: „Kalter Krieg“ zwischen NATO und Russland
Russland ist über die Expansion der NATO in Osteuropa und dem Baltikum alarmiert, so der Sprecher des Kremls Dmitri Peskow. Moskau wird alles tun um seine Interessen und seine Sicherheit zu gewährleisten. Dies soll aber auf eine "berechenbare und systematische Art und Weise" geschehen.

Plant laut Richard Shirreff eine Invasion des Baltikums - Russlands Präsident Wladimir Putin

Die Beziehungen zwischen der Nato und Russland sind angespannt. Die Osterweiterung ruft bei Moskau Besorgnis hervor. Gerade auch wegen der Rhetorik der NATO-Vertreter, die laut Peskow in der Allianz tief eingebettet ist.

„Die Organisation bewahrt allem Anschein nach gerade diese Rhetorik, so dass wir uns geirrt haben, als wir dachten, dass dies bereits der Vergangenheit angehöre“, so Kreml-Sprecher Peskow.

Dieser bezog sich auf Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Aussage, dass der Nordatlantik-Pakt mit "Stärke und glaubwürdiger Abschreckung" auf Russland reagieren müsse. Gemeint ist damit die Überlegung, in die drei baltischen Staaten und nach Polen "jeweils ein Bataillon zu entsenden, das rotiert", so der NATO-Generalsekretär.

Damit soll gezeigt werden, dass ein Angriff gegen einen Verbündeten ein Angriff auf die gesamte Nato ist". Die USA, Großbritannien und Deutschland sollen schon ihre Bereitschaft signalisiert haben, die „Flanke im Osten“ zu stärken.  Jedoch ist die Verstärkung der substanziellen Kampftruppen eine Verletzung der NATO-Russland-Grundakte.

Dmitri Peskow formulierte die Position Russlands wie folgt:

„Die Nato ist ein Produkt der Konfrontationszeiten. Inwieweit dieser zur Konfrontation geschaffene Mechanismus zur Gewährleistung von Sicherheit und Stabilität in Europa beitragen kann, ist eine strittige Frage“.

Richard Sakwa, Professor für europäische und russische Politik an der Universität von Kent, beschreibt die Nato als „schicksalhaftes geographisches Paradoxon“. Sie existiert um die Risiken zu bekämpfen, die erst durch ihre Existenz entstanden sind.