Wahlkrimi in Österreich entschieden: Van der Bellen gewinnt knapp vor Hofer

Am Ende gewann der Grüne Alexander Van der Bellen knapp vor Norbert Hofer (FPÖ)
Am Ende gewann der Grüne Alexander Van der Bellen knapp vor Norbert Hofer (FPÖ)
Der Wahlkrimi um das österreichische Präsidentenamt ist entschieden. Nachdem auch die Stimmen der Briefwähler ausgezählt wurden, steht der Gewinner fest: Der Ex-Grünen-Chef Alexander Van der Bellen hat mit 31.026 Stimmen Vorsprung vor FPÖ-Kandidat Norbert Hofer gewonnen.

Ohne die Stimmen der Briefwähler lag der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer im Rennen um die Präsidentischaftswahl in Österreich noch knapp vor seinem Konkurrenten Alexander Van der Bellen. Ein Tag später und unter Berücksichtigung der per Brief abgegebenen Stimmen hat sich das Ergebnis nun umgedreht: 740.000 Voten waren noch offen. Am Ende reichte es für den Grünen Van der Bellen mit genau 31.026 Stimmen - oder 50,3 Prozent Vorsprung.

Den ersten Wahlgang hatte FPÖ-Kandidat Norbert Hofer noch mit 35,1 Prozent gewonnen. Van der Bellen kam in der ersten Runde hingegen nur auf 21,3 Prozent. Doch in der Stichwahl konnte der Grüne mehr Wähler auf seine Seite ziehen, als sein rechtskonservativer Konkurrent. Nichtwähler, SPÖ-Wähler und ÖVP-Unterstützer, sie alle wollten lieber Van der Bellen an der Spitze sehen als Hofer.

Doch das Ergebnis ist denkbar knapp. Auch nach Auszählung aller Stimmen liegt der Vorsprung des neuen Bundespräsidenten Österreichs nur bei 0,3 Prozent.

Norbert Hofer wäre der erste rechtskonservative Staatschef in Europa gewesen. Im Zuge von Euro- und Legitimationskrise ist seit einigen Jahren in zahlreichen Staaten ein Erstarken nationalistischer Bewegungen und Parteien zu beobachten.

Auf Facebook hat der FPÖ-Kandidat seine Niederlage bereits eingeräumt:

Vor allem mit seinem einwanderungskritischen Kurs hat Hofer viele Wähler erreicht: