UN-Welternährungsprogramm warnt vor Hungersnot im Donbass: Bis zu 1,5 Millionen Menschen betroffen

Das World Food Programme warnt sonst eher vor Hungersnöten in Subsahara Afrika...
Das World Food Programme warnt sonst eher vor Hungersnöten in Subsahara Afrika...
Der bewaffnete Konflikt im Donbass und die Blockade durch ukrainische Regierungstruppen und Milizen hat laut Angaben des UN-Nachrichtenzentrums, das sich auf das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) beruft, mittlerweile zu einer de facto Hungersnot im Donbass geführt, von der insgesamt 1,5 Millionen Ukrainer betroffen seien.

„Nach zwei Jahren der Gewalt im Osten der Ukraine droht 1,5 Millionen Ukrainern die Hungersnot. 300.000 davon mangelt es erheblich an Lebensmitteln, und sie benötigen dringend Hilfe", so das UN-Nachrichtenzentrum.

In der Meldung wird betont, dass das WFP vorhat, in der ersten Jahreshälfte 2016 monatlich 270.000 Bedürftige mit Lebensmitteln zu versorgen.

Der WPF-Vertreter hat alle Konfliktparteien aufgerufen, bei der Sicherstellung eines ungehinderten humanitären Zugangs zu den Bedürftigen zu helfen.

Seit November 2014 hat das WFP dringende Lebensmittelhilfen an mehr als 500.000 Einwohner der Ostukraine geschickt. Monatlich versorgt das WFP 370.000 Menschen mit Lebensmittelpaketen, und 180.000 erhalten Gutscheine zum Bezug der Lebensmittel auf dem Markt.

Laut der Meldung mangelt es an Lebensmitteln am stärksten in den von der ukrainischen Regierung nicht kontrollierten Orten im Gebiet Luhansk und in den Grenzgebieten.