NATO-Manöver "Cold Response": USA üben in Norwegen Atomwaffeneinsatz gegen Russland

NATO-Manöver "Cold Response": USA üben in Norwegen Atomwaffeneinsatz gegen Russland
Im Rahmen der derzeit laufenden NATO-Übung "Cold Response" werden US-amerikanische B-52-Langstreckenbomber eingesetzt, die in der norwegischen Region Trøndelag den Abwurf von Atombomben simulieren, um so eine fiktive "Aggression Moskaus" zurückzuschlagen. Laut der „Air Force Times“ wollen die USA mit diesen Übungsangriffen ihren NATO-Alliierten beweisen, dass sie bereit sind, Europa gegen Russland zu verteidigen.

Start der Minuteman III-Intercontinental-Rakete auf der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien am 25. Februar 2016.

US-amerikanische Langstreckenbomber vom Typ „B-52“ üben im Rahmen des gerade in Norwegen stattfindenden NATO-Manövers „Cold Response“ Atombombenangriffe gegen Bodenziele.    

Drei Langstreckenbomber hoben zu diesem Zweck vom spanischen Fliegerhorst Morón zur Mission ab, wohin man sie vorher aus den Vereinigten Staaten disloziert hatte. Den Verlauf der Übungen beobachtet eine Delegation der Teilnehmerstaaten des NATO-Manövers.   

Zielort der B-52 ist die norwegische Region Trøndelag, wo die Militärübungen bis zum 9. März ausgetragen werden. 

Nach Informationen der Zeitung „Air Force Times“ möchten die USA mit solchen Übungsangriffen ihren NATO-Alliierten beweisen, dass diese im Fall einer möglichen „Aggression“ Russlands auf die Unterstützung der USA zählen können. 

Symbolbild - Landung einer B-52 Bomberstaffel auf dem Militärflughafen Fairford der Royal Air Force, Gloucestershire, Großbritannien.
Symbolbild - Landung einer B-52 Bomberstaffel auf dem Militärflughafen Fairford der Royal Air Force, Gloucestershire, Großbritannien.

Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew betonte auf der jüngsten Münchener Sicherheitskonferenz, dass der politische Kurs des Atlantischen Bündnisses gegenüber Moskau „wenig freundschaftlich“ und „verschlossen“ bleibe.

„Fast jeden Tag werden wir als die größte Bedrohung für die NATO im Allgemeinen und für Europa im Einzelnen oder für Amerika und andere Länder abgestempelt“, sagte der russische Regierungschef und kritisierte, dass man sogar Horrorfilme drehe, wo Russland einen Atomkrieg anzettele. Er schloss mit dem Satz:

„Manchmal weiß ich nicht mehr, welches Jahr man schreibt: 2016 oder 1962?“

Die Russische Föderation ist wegen der in Grenznähe durchgeführten Manöver der USA und der NATO besorgt. Im September 2015 haben die Allianz und die USA beschlossen, ihre Militärpräsenz in Europa „deutlich“ aufzustocken. Vor dieser Entscheidung hatte das Weiße Haus verkündet, größere Mengen an Panzertechnik und anderem Schwergerät in Zentral- und Osteuropa stationieren zu wollen.             

Die von Air Force Times zitierten Analysten behaupten, dass Moskau auf die zunehmende US- und NATO-Militärpräsenz in Europa reagiere, indem es vor Folgen einer solchen Osterweiterung warne und neue Waffen am Schwarzen Meer stationiere, um auf mögliche Aggressionen gefasst zu sein und das militärische Gleichgewicht aufrechtzuerhalten.