Russischer Menschenrechtskommissar: "UN verfälscht zugunsten Kiews zivile Opferzahlen im Donbass"

 Russischer Menschenrechtskommissar: "UN verfälscht zugunsten Kiews zivile Opferzahlen im Donbass"
Laut dem Menschenrechtskommissar des russischen Außenministeriums, Konstantin Dolgow, gibt es Hinweise darauf, dass die Vereinten Nationen die Zahlen der zivilen Opfer des Konflikts im Donbass bewusst niedriger gehalten haben, als es der realen Situation entspricht. Die UN sei als supranationale Organisation der Objektivität verpflichtet und, mache sich nach Einschätzung von Dolgow damit der Parteilichkeit zugunsten der Maidan-Regierung in Kiew schuldig.

„Laut dem Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte [kurz: UNHCHR] habe die Zahl der Verluste im internen Konflikt der Ukraine unter Zivilisten mindestens 9,098 Menschen, die getötet wurden, und fast 21,000 verletzte Menschen im Zeitraum von April 2014 bis zum 15. November 2015 erreicht“, informierte Dolgow bei der Tagung des „Ausschusses der öffentlichen Unterstützung für die Bewohner des Donbass“.

Der russische Offizielle erhob jedoch an der Höhe der von der UN-Organisation festgesetzten Opferzahlen erheblichen Zweifel. Er kritisierte:

„Es gibt Gründe, zu glauben, dass diese Zahlen nicht die reale Situation reflektieren. Die Zahl der zivilen Opfer [in diesem Konflikt] ist signifikant höher.“

Über die schwierigen Lebens- und Arbeitsbedingungen im Donbass erklärte Dolgow:

„Die Situation mit den Menschenrechten im Donbass – die Probleme auf diesem Feld, die existieren – ist eine direkte Konsequenz der monatelangen Strafexpedition der Kiewer Putschjunta.“

Die östlichen Regionen der Ukraine, welche sich um die Provinzhauptstädte Donezk und Lugansk orientieren, gelten weithin als pro-russisch eingestellt. Im Osten des Landes wird noch heute Russisch gesprochen.

Quelle: Ruptly

Im Zuge der durch die Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen und nationalistischen Freiwilligenverbände sowie pro-russischen Selbstverteidigungskräften auf der anderen Seite entstandenen Zerstörungen bei Infrastruktur und wirtschaftliche Tätigkeit im Donbass stellte sich Russland inzwischen helfend an die Seite der russischen Minderheit.

Der Donbass wird mangels Bereitschaft aus Kiew inzwischen nicht nur mit Gazprom-Erdgas versorgt, sondern die Region führte auch den russischen Rubel als stabile und damit neue Hauptwährung ein. Eine in Südossetien registrierte russische Bank öffnete erste Filialen in der Lugansker Region und will schon bald erste Büros in Donezk eröffnen. Indes bekommen laut dem Nachrichtenportal Slon.ru Rentner im Donbass ihre Pensionszahlungen im Rubel ausgezahlt. Russland entsende zur Hilfe der notleidenden Zivilbevölkerung monatlich rund 73 Millionen US-Dollar.





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