Ukraine und Türkei verstärken Zusammenarbeit zur militärischen Grenzsicherung

Ukraine und Türkei verstärken Zusammenarbeit zur militärischen Grenzsicherung
Die Türkei und die Ukraine wollen nach eigener Darstellung die Kooperation ihrer Rüstungssektoren sowie im Bereich der "militärischen Grenzsicherung" verstärken. Das diese Initiative zeitlich mit den zunehmenden Spannungen zwischen Moskau und Ankara korreliert ist wohl kein Zufall.

„Wir sprachen [mit der Türkei] über gemeinsame Projekte zur Schaffung moderner Mittel, die den Schutz der Gewässer und Landgrenzen gewährleisten. Beide Länder haben genügend wissenschaftliches Potenzial und Produktionskapazitäten entwickelt. Der Trend weist daraufhin, dass beide Seiten an einer maximalen Beschleunigung der Zusammenarbeit interessiert sind."

So Roman Romanow, Generaldirektor von „Ukroboronprom“, einem staatlichen Konglomerat von rund 130 ukrainischen Rüstungsunternehmen, zum Fernsehsender Kanal 5, welcher sich noch immer im Besitz des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko befindet, der zudem selbst mehrere Rüstungsfirmen besitzt. Ebenso kündigte Romanow, "eine verstärkte Zusammenarbeit zum Schutz der Land- und Gewässergrenzen", an. 

Ukroboronprom hatte während der Rüstungsmesse und -konferenz „Turkey Defense Week 2015“ in Ankara als Sponsor teilgenommen und aktiv um türkische Investoren bemüht. 

Die Annäherung und Kooperation des türkischen und ukrainischen Rüstungssektors gewinnt insbesondere angesichts der Spannungen zwischen Moskau und Ankara nach dem Abschuss der Su-24 an Brisanz und kann schwerlich als Zeichen der Entspannung gedeutet werden, eher wohl als weitere Geste der Provokation gen Russland. 

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