Europa

Russisches Verteidigungsministerium: Slowakische S-300 kurz nach Lieferung in Ukraine vernichtet

Das aus der Slowakei an die Ukraine "in einer Geheimaktion" gelieferte S-300-Luftabwehrsystem ist offensichtlich kurz nach seiner Ankunft in der Ukraine durch einen russischen Raketenangriff teilweise oder ganz zerstört worden. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte heute entsprechende Meldungen vom Sonntag offiziell.
Russisches Verteidigungsministerium: Slowakische S-300 kurz nach Lieferung in Ukraine vernichtetQuelle: Sputnik © Russisches Verteidigungsministerium

Schon am Sonntag kursierten in sozialen Netzwerken Meldungen über die Vernichtung der aus der Slowakei an die Ukraine gelieferten S-300-Luftabwehrsysteme durch russische Raketenartillerie. Am Montag bestätigte das russische Verteidigungsministerium die Zerstörung mindestens eines Teils dieser Systeme.

In der Erklärung des Pressesprechers des Ministeriums Generaloberst Igor Konaschenkow heißt es: 

"Am Sonntag, 10. April, zerstörten hochpräzise seegestützte Kalibr-Raketen die in einem Hangar am südlichen Stadtrand von Dnjepropetrowsk versteckte Ausrüstung der Flugabwehrraketendivision S-300, die von einem europäischen Land an das Kiewer Regime geliefert worden war. Vier S-300-Raketen und bis zu 25 Angehörige der ukrainischen Streitkräfte wurden getroffen."

Die Slowakei hatte am 8. April bestätigt, "in einer zweitägigen Geheimaktion" eines ihrer S-300-Luftabwehrsysteme, über das sie noch aus Zeiten des Warschauer Vertrages verfügte, in die Ukraine geliefert zu haben. 

"Ich kann bestätigen, dass die Slowakische Republik der Ukraine das Flugabwehrraketensystem S-300 gespendet hat, nachdem die Ukraine um Unterstützung gebeten hatte",

teilte der slowakische Ministerpräsident Eduard Heger am Freitag auf Facebook mit.

Ob mit dem jetzt offiziell bestätigten Schlag alles aus der Slowakei Gelieferte zerstört ist, kann derzeit nicht beurteilt werden. Meldungen am Sonntag sprachen auch von Schlägen gegen S-300-Systeme in der Region Nikolajew. Hierzu bestätigte Konaschenkow heute nur die Zerstörung eines zum System gehörenden Zielerfassungs- und Steuerungsradars. 

Aus Nikolajew selbst wurde am Sonntagabend eine große Explosion gemeldet, die vermutlich Folge eines Raketeneinschlags in einem dem Umschlag von Nitratsalzen dienenden Hafen war. Zum Glück liegt die Hafenanlage abseits von Wohnsiedlungen und war am Sonntag nicht in Betrieb, so dass derzeit kein Personenschaden bekannt geworden ist. 

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