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"Islamischer Staat" übernimmt Verantwortung für Terroranschlag in Wien

"Islamischer Staat" übernimmt Verantwortung für Terroranschlag in Wien
Ein Kranz wird kurz vor dem Besuch des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz an einem der Tatorte in Wien bereitgestellt (Bild vom 3. November).
Die Terrororganisation IS hat über ihre bevorzugte Plattform Naschir News die Verantwortung für den gestrigen Anschlag in der österreichischen Hauptstadt Wien übernommen, bei dem mehrere Menschen getötet und verletzt wurden.

Noch während der Anti-Terror-Einsatz der Polizei gestern Abend und heute Nacht in Wien lief, wurde darüber spekuliert, dass es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen IS-Terroristen handeln könnte. Jetzt reklamiert tatsächlich der sogenannte "Islamische Staat" den Terroranschlag für sich und nennt den von der Polizei getöteten Mann einen "Soldaten des Kalifen". 

Wie der österreichische Innenminister Karl Nehammer am Dienstagnachmittag in einer Pressekonferenz erklärte, wurden bei dem Terroranschlag fünf Personen getötet. Zudem wurde der Attentäter von der Polizei erschossen. 22 Personen wurden demnach teils schwer verletzt.

Im Laufe des Tages soll es bisher zu 18 Hausdurchsuchungen in Wien und Niederösterreich gekommen sein, in diesem Zusammenhang wurden 14 Personen aus dem Umfeld des Täters vorläufig festgenommen. Ob es mehr als einen Täter gab, ließ der Innenminister offen.

Zudem gab Nehammer weitere Details zum Attentäter bekannt. Demnach handelt es sich um einen 20-Jährigen mit nordmazedonischen Wurzeln, der neben der nordmazedonischen auch über die österreichische Staatsbürgerschaft verfügte.

Im April 2019 war er nach Darlegung des Innenministers wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung (§ 278b StGB) und versuchter "Dschihad-Ausreise" zu 22 Monaten Haft verurteilt worden, weil er versucht hatte, nach Syrien auszureisen, um sich dort dem "Islamischen Staat" anzuschließen. Bereits Anfang Dezember 2019 war er dann aber vorzeitig bedingt entlassen worden, da er als "junger Erwachsener" galt und damit unter die gemilderten Regelungen des Jugendgerichtsgesetzes fiel. Zudem habe er an einem "Deradikalisierungsprogramm" teilgenommen, seine Betreuer jedoch überlistet und sich geläutert gezeigt.

Mehr zum Thema - Österreichischer Innenminister: Attentäter von Wien war 2019 vorzeitig aus der Haft entlassen worden

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