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Spanier protestieren gegen Corona-Auflagen: Barrikaden und brennende Mülltonnen in Madrid

Spanier protestieren gegen Corona-Auflagen: Barrikaden und brennende Mülltonnen in Madrid
Spanier protestieren gegen Corona-Auflagen: Barrikaden und brennende Mülltonnen in Madrid
Seitdem die spanischen Behörden die Auflagen wegen der COVID-19-Pandemie verschärft haben, kommt es in mehreren Städten des Landes zu nächtlichen Ausschreitungen. Protestiert wird nicht nur in der Hauptstadt Madrid, sondern auch in Logroño, Málaga, Granada und Bilbao.

Die Corona-Auflagen der spanischen Regierung haben im ganzen Land – so auch in Andalusien und im Baskenland – eine Protestwelle ausgelöst. In der Nacht zum Sonntag kam es zu schweren Ausschreitungen in der Hauptstadt Madrid. In Videoaufnahmen waren Barrikaden und brennende Mülltonnen zu sehen.

Randalierer schlugen dabei mehrere Schaufenster in Geschäften und Banken ein. Polizeikräfte wurden mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen.

Zu Protestaktionen kam es laut Medienberichten auch in Bilbao und Granada.

In Málaga setzten ungefähr 100 Jugendliche Mülltonnen in Brand und bewarfen Polizeibeamte mit verschiedenen Gegenständen.  

In Logroño plünderten Randalierer ein Lacoste-Geschäft. Sieben Polizisten erlitten Verletzungen. Es gab sechs Festnahmen.

Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez rief die Bevölkerung zur Einheit und Verantwortung auf und verurteilte die Gewalt.

Das gewaltsame und irrationale Verhalten von Minderheitsgruppen ist nicht zu dulden. Das ist kein Weg.

Erst am Vortag hatten sich nach einer friedlichen Demonstration im Zentrum Barcelonas mehrere Hundert Menschen und Polizeibeamte bis spät in die Nacht Straßenschlachten geliefert. Die Polizei machte vor allem Rechtsextreme für die Gewalt in der Touristenmetropole verantwortlich.

Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie die Polizei mit Pflastersteinen beworfen wurde, Müllcontainer brannten und Barrikaden errichtet wurden. Medien berichteten auch von mindestens zwei geplünderten Geschäften. Es gab 30 Verletzte und 15 Festnahmen.

Spanien ist eines der von der Corona-Krise am schwersten getroffenen Länder Westeuropas. 13 der 17 autonomen Gemeinschaften haben ihr Territorium für bis zu zwei Wochen abgeriegelt. In Katalonien dürfen die Menschen an den Wochenenden ihre Heimatorte nicht mehr verlassen. In vielen Städten – wie etwa in Barcelona – gelten nächtliche Ausgangssperren. Gaststätten, Kinos, Theater und Fitnessklubs sind geschlossen, nur Kindergärten und Schulen sind weiter offen.

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