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"Charlie Hebdo" veröffentlicht Titelbild mit Erdoğan-Karikatur

"Charlie Hebdo" veröffentlicht Titelbild mit Erdoğan-Karikatur
Ausgelegte ältere Ausgaben der "Charlie Hebdo"-Zeitschriften. Hunderte von Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehkanälen und Radiostationen rufen die Franzosen zur Verteidigung der Meinungs- und Pressenfreiheit und zur Unterstützung von "Charlie Hebdo" auf. Paris, 22. September 2020.
Die Spannungen zwischen der Türkei und Frankreich erhalten voraussichtlich weiteren Zündstoff. Die französische Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" veröffentlicht am Mittwoch ihre neue Ausgabe mit einer Erdoğan-Karikatur auf dem Titelblatt. Gießt "Charlie Hebdo" noch Öl ins Feuer?

Die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo hebt eine Karikatur des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdoğan auf die Titelseite ihrer neuen Ausgabe.

Die Zeichnung hat laut einer Twitter-Mitteilung vom Dienstag den Titel "Erdoğan – privat ist er sehr lustig" und zeigt den Präsidenten in einem Sessel sitzend, während er einer Frau den Schleier lüftet.

Diese neue Ausgabe von Charlie-Hebdo wird am Mittwoch erscheinen.

Die Stimmung zwischen Frankreich und der Türkei ist sehr aufgeheizt, seit der Streit um Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed eskalierte. 

Die Reaktionen aus der Türkei ließen auch nicht lange auf sich warten. Die verfluchten das Satire-Magazine Charlie-Hebdo wegen der Veröffentlichung der "abscheulichen sogenannten Karikaturen" – wie sie Präsident Recep Tayyip Erdoğan nannte. 

Der Sprecher des Präsidialamtes Fahrettin Altun tweetete wie folgt:

Die sogenannten Karikaturen sind abscheulich und lassen jeden Sinn für menschlichen Anstand vermissen. Das ist klar ein Produkt einer fremdenfeindlichen, islamophoben und intoleranten kulturellen Umgebung, die die französische Führung für ihr Land herbeizuwünschen scheint.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan griff seinen frazösischen Amtskollegen Emmanuel Macron an.

Emmanuel Macron hatte mehrfach die Meinungsfreiheit und das Veröffentlichen von Karikaturen verteidigt – zuletzt bei der Gedenkfeier für den von einem mutmaßlichen Islamisten enthaupteten Lehrer Samuel Paty.

Erdoğan warf daraufhin seinem französischen Kollegen Macron Islamfeindlichkeit vor und forderte eine "Überprüfung des mentalen Zustands" des französischen Präsidenten. Paris rief als Reaktion seinen Botschafter aus Ankara nach Paris.  

Am Montag hat Erdoğan schließlich zum Boykott französischer Waren aufgerufen:

So wie in Frankreich einige sagen: 'Kauft keine türkischen Marken', richte ich mich an meine Nation: Achtet nicht auf französisch gekennzeichnete Waren, kauft sie nicht“,

sagte Erdoğan am Montag in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. 

Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind so zerrüttet wie nie zuvor. 

Charlie Hebdo hatte Anfang September seine umstrittenen Mohammed-Karikaturen nochmals veröffentlicht und damit in Teilen der muslimischen Welt für Proteste gesorgt.

Mehr zum Thema - "Faschisten" und "Lynchkampagne gegen Muslime" – Erdoğan geht auf europäische Politiker los

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