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Nach "barbarischem" Mord an Lehrer: Macron droht "Feinden der Aufklärung", weitere Festnahmen

Nach "barbarischem" Mord an Lehrer: Macron droht "Feinden der Aufklärung", weitere Festnahmen
Der französische Präsident Emmanuel Macron spricht am 16. Oktober 2020 nordwestlich von Paris nach dem tödlichen Angriff auf den Lehrer an der Seite von Innenminister Gérald Darmanin zur Presse.
Macron ruft zur Einigkeit auf, Marine Le Pen spricht von "Barbarei". Ein Lehrer wurde nahezu enthauptet, nachdem er Charlie-Hebdo-Karikaturen gezeigt hatte. Der Täter soll tschetschenischer Herkunft sein. Am Samstag wurden weitere Personen festgenommen, darunter auch zwei Eltern.

Nach den Worten des französischen Präsidenten Emmanuel Macron handelt es sich um einen "charakteristischen islamistischen Terroranschlag". Den Tätern drohte Macron an der Seite von Bildungsminister Jean-Michel Blanquer und Innenminister Gérald Darmanin:

Aufklärungsfeindlichkeit wird nicht gewinnen.  

In der Nationalversammlung erhoben sich die Abgeordneten als Zeichen der Anteilnahme und Trauer. Marine Le Pen sprach von einem "unerträglichen Maß an Barbarei".

Die Tat ereignete sich gegen 17 Uhr am Freitag nordwestlich von Paris in Conflans-Sainte-Honorine (Yvelines), am Ausgang des Kollegiums, an dem der Lehrer tätig war. Kurz danach wurde eine Untersuchung wegen "Mordes im Zusammenhang mit einem terroristischen Verbrechen" eingeleitet.

Der Geschichtslehrer soll muslimischen Schülern Karikaturen gezeigt haben, die den Propheten Mohammed hockend mit einem Stern auf dem Gesäß darstellen sollten. Die Karikaturen waren mit der Aufschrift versehen: "Ein Stern ist geboren."

Die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo schrieb auf Twitter, die "Intoleranz" habe "gerade eine neue Schwelle überschritten".

Drei Wochen zuvor hatte es einen erneuten Angriff auf das Satiremagazin gegeben. Bereits am 7. Januar 2015 gab es einen Terroranschlag auf das Redaktionsbüro von Charlie Hebdo, bei dem zwölf Menschen, darunter fünf bekannte Karikaturisten, ermordet wurden. Veröffentlichte Karikaturen, die den Propheten Mohammed zeigen sollten, führten international zu Protesten.

Mörderische Attacke auf Lehrer bei Paris: Medien berichten von mehreren Festnahmen

Die Ermittler sind im Zusammenhang mit dem Mord an dem Lehrer auch an einer Nachricht interessiert, die von einem inzwischen gesperrten Twitter-Konto abgesetzt wurde. Dort war der Kopf des Opfers zu sehen, dazu die Nachricht, Macron sei ein "Anführer der Ungläubigen", und jedem, der es wage, den Propheten Mohammed zu verunglimpfen, drohe Rache. 

Unter den zunächst festgenommenen vier Personen ist ein Minderjähriger. Dieser soll ein Angehöriger des von der Polizei getöteten Angreifers sein. Nach Presseberichten hatte der Täter einen Ausweis bei sich, laut dem er im Jahr 2002 in Moskau geboren wurde. Er wurde von der Polizei getötet. Am Samstagmorgen teilte AFP Frankreich mit, dass es sich um einen 18 Jahre alten Mann tschetschenischen Ursprungs handele. Am Samstagmorgen wurde bekannt, dass weitere fünf Personen festgenommen worden sind. Darunter befinden sich zwei Eltern eines Schülers, sowie Personen aus dem nicht familiären Umfeld des Angreifers. 

Tiago, ein Sechstklässler an der betroffenen Schule, teilte TV5Monde mit:

Ich habe ihn (den Lehrer) heute gesehen, er ist in meine Klasse gekommen, um unseren Lehrer zu besuchen. Es schockiert mich. Ich weiß, dass ich ihn nie wiedersehen werde.

Sein Vater sagte der Presse: 

Wir haben den Eindruck, dass es nur anderen passiert, aber nein, es ist vor unserer Tür, es ist bei uns zu Hause. 

Für Samstagnachmittag ist eine Pressekonferenz angesetzt. 

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