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"Schikane Ankaras": Türkei hält griechischen Außenminister an türkischem Luftraum auf

"Schikane Ankaras": Türkei hält griechischen Außenminister an türkischem Luftraum auf
Der griechische Außenminister Nikos Dendias bei einer Pressekonferenz in Bagdad, Irak. 14. Oktober 2014
Der Rückflug des griechischen Außenministers Nikos Dendias aus Bagdad nach Athen wird zu einem diplomatischen Eklat. Die Türkei verweigert dem Flugzeug mit dem Außenminister an Bord die Erlaubnis, den türkischen Luftraum zu passieren. Griechenland geht von einer erneuten Provokation Ankaras aus.

Griechenland beschuldigte die Türkei am Donnerstag, das Regierungsflugzeug mit dem griechischen Außenminister an Bord willkürlich in der Luft aufgehalten zu haben. Außenminister Nikos Dendias befand sich in der Nacht zu Donnerstag auf dem Rückflug aus Bagdad nach Athen.

Das Flugzeug musste 20 Minuten lang in der Luft kreisen, bevor es die irakisch-türkischen Grenzen überqueren durfte. Nach dem staatlichen griechischen Fernsehsender ERT-TV gab es in diesen 20 Minuten eine heftige Diskussion. Schließlich mussten die Piloten mitteilen, dass ihnen der Brennstoff ausgeht, so dass sie möglicherweise nicht mehr in Athen landen könnten.

Es brach ein Kontaktmarathon aus, in dem Athen versuchte, mit den türkischen Behörden auf der diplomatischen Ebene eine Einigung zu erreichen. Schließlich konnte das Flugzeug mit dem griechischen Außenminister Nikos Dendias auf dem Flughafen Elefsina kurz vor Mittwoch Mitternacht mit Verzögerung landen.

Die meisten griechischen Medien und Kreise des Verteidigungsministeriums bezeichneten den Zwischenfall als "Schikane Ankaras". Solch eine Verzögerung einer durchgeplanten diplomatischen Mission, die alle notwendigen Erlaubnisse im Voraus erhalten habe, sei ungewöhnlich und würde in Athen als eine "neue Provokation" durch Ankara angesehen.

Die Türkei wies die Anschuldigungen zurück. Das Flugzeug sei ohne einen Flugplan aus dem Irak abgehoben, doch sei es durchgelassen worden, sobald der Flugplan vorlag.

Streit im östlichen Mittelmeer

Die Spannungen zwischen den beiden NATO-Partnern führten bereits bei der Debatte um die Seegrenzen im östlichen Mittelmeer zu einer Sackgasse. Beide Länder beanspruchen maritime Bereiche, in denen hohe Erdgasvorkommen vermutet werden, jeweils für sich.

Das ist nur eine Provokation mehr in einer Serie von Provokationen der Türkei. Ich hoffe der Vorfall wird sich in Zukunft nicht wiederholen", so der Regierungssprecher Stelios Petsas in einem Interview mit Reuters.

Petsas fügte hinzu, der griechische Außenminister habe sich bei den türkischen Behörden beschwert.

Der Sprecher des türkischen Außenministeriums, Hami Aksoy, wies die Behauptung zurück, das Flugzeug mit dem griechischen Außenminister Nikos Dendias sei willkürlich aufgehalten worden, um Athen zu provozieren.

Das türkische seismische Forschungsschiff

Das besagte Flugzeug ist vom Irak aus startet, ohne einen Flugplan einzureichen. Als das Flugzeug in unseren Luftraum  hineinflog, wurde dringlich von den irakischen Behörden ein Flugplan gefordert. Nach dem Erhalt des Flugplans wurde der Flug in Sicherheit fortgesetzt", sagte Aksoy,

Die Türkei habe, einer Bitte aus Athen vom 14. Oktober folgend, das Flugzeug des griechischen Außenministers durch ihren Luftraum passieren zu lassen, dem Flugzeug die Erlaubnis gewährt.

Nachdem jener Flug im Irak ausgefallen war, hatte Griechenland ein zweites Flugzeug geschickt, dem ebenso erlaubt wurde, durch den türkischen Luftraum zu fliegen, "mit derselben Fluggenehmigungsnummer, ohne Verzögerung", so Aksoy.

Währenddessen warfen Frankreich und Deutschland der Türkei vor, mit ihren Aktionen im östlichen Mittelmeer die Europäischen Union weiterhin zu provozieren. Sie gaben der Türkei eine Woche Zeit, um ihre Haltung in dieser Frage zu klären.

Im östlichen Mittelmeer war in den vergangenen Monaten der Streit zwischen der Türkei und Griechenland wegen möglicher Erdgasvorkommen unter dem Meeresboden eskaliert. Athen und Ankara hatten sich nach einer Vermittlung Deutschlands geeinigt, Sondierungsgespräche zur Problemlösung aufzunehmen. Die Türkei hat aber erneut ein Forschungsschiff in die Gebiete entsendet, über die gestritten wird.

Mehr zum Thema - Wenn Griechenland Hoheitszone ausdehnt: Türkei droht offen mit Krieg

(Reuters/RT/dpa)

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