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Minsk: Weniger Protestler, Gewalt dauert an

Minsk: Weniger Protestler, Gewalt dauert an
Szene aus Minsk am 11. Oktober. Mitglieder einer Sondereinheit versuchen Protestler mit Knüppeln und Pfefferspray zu zerstreuen.
Seit zwei Monaten gehen Tausende Menschen in der weißrussischen Hauptstadt auf die Straßen, um gegen Präsident Alexander Lukashenko zu protestieren. Wie in den ersten Tagen trafen die Protestler am Sonntag auf eine schärfere Reaktion der Polizei.

In der weißrussischen Hauptstadt Minsk versammelten sich die Menschen am Sonntag erneut zu einer Prozession mit dem Namen "Marsch des Stolzes", die um 14 Uhr Ortszeit begann. Kurz nach Beginn fing die Polizei an mit den Festnahmen von Demonstranten, wie mehrere Nachrichtensender berichteten. Einigen Berichten zufolge setzte die Polizei Pfefferspray und Blendgranaten ein. 

Auf der Nachrichtenwebsite TUT.BY hieß es, dass Personen in Zivil die Bereitschaftspolizei bei Zusammenstößen mit Aktivisten unterstützt haben.
Andere in sozialen Medien veröffentlichte Videos zeigten, wie Wasserwerfer gegen die Demonstranten eingesetzt wurden. Im Netz kursieren dutzende Videos mit Gewaltszenen.

Minsk: Weniger Protestler, Gewalt dauert an

Auf einem der Videos ist eine Person zu sehen, die Kopfverletzungen erlitt:

Wie das Portal strana.ua berichtet, warfen die Demonsranten Flaschen und andere schwere Gegenstände auf die Sicherheitskräfte, während sie versuchten die Protestierenden mit Gewalt zu zerstreuen. "Als Reaktion darauf setzte die Polizei Tränengas und Wasserwerfer ein. Viele Menschen wurden festgenommen." 

Der Haupttrend ist, dass sich nun weniger Menschen an den Protesten beteiligen, aber sie zeigen mehr Bereitschaft für Gegengewalt, so strana.ua.

So zeigt ein weiteres Video desselben Tages den Angriff auf einen Maskierten. Bei dem schwarz gekleideten Mann handelt es sich vermutlich um ein Mitglied einer Sondereinheit der Polizei. 

Der örtliche Journalistenverband teilte mit, dass über 20 Reporter, darunter einige aus Russland, von der Polizei festgenommen wurden. 

Groß angelegte Proteste in Minsk und anderen Städten im ganzen Land begannen bereits am Wahlabend am 9. August. Der Präsident Alexander Lukaschenko wurde von der Opposition beschuldigt, die Präsidentschaftswahlen manipuliert zu haben, um eine sechste Amtszeit zu erreichen.

Swetlana Tichanowskaja in Berlin

Lukaschenkos Hauptgegnerin, Swetlana Tichanowskaja, die sich derzeit im litauischen Exil befindet, behauptete, sie habe die Mehrheit der Stimmen erhalten. Derzeit bereist sie europäische Hauptstädte, um sich mehr Unterstützung von EU-Ländern zu sichern und weitere Sanktionen gegen das "Lukaschenko-Regime" zu erwirken. 

Laut Minsker Polizei wurden während der nicht autorisierten Aktionen am 11. Oktober mehrere Dutzend Demonstranten festgenommen. Seit Beginn der Proteste sind in Minsk etwa 3.000 Menschen in die administrative Verantwortung genommen worden. Dies erklärte der Staatsanwalt der weißrussischen Hauptstadt, Oleg Lawruchin. Zwei Drittel der Verletzten wurden demnach zu Haftstrafen verurteilt, di weiteren zu administrativen Geldbußen. 

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