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Staatsanwalt: Attentäter von Paris wollte Charlie Hebdo-Büro in Brand stecken

Staatsanwalt: Attentäter von Paris wollte Charlie Hebdo-Büro in Brand stecken
Ein Polizeibeamter steht in der Nähe des ehemaligen Büros der Zeitschrift Charlie Hebdo.
Der mutmaßliche Attentäter von Paris, der zwei Passanten mit einem Beil schwer verletzte, wollte laut Ermittlern die Räume des Satiremagazins Charlie Hebdo in Brand stecken. Doch die Zeitschrift war längst umgezogen. Er sei zudem deutlich älter als zunächst angenommen.

Ein Pakistaner, der beschuldigt wird, in der vergangenen Woche in Paris zwei Menschen angegriffen und schwer verletzt zu haben, wollte das Büro der Satirezeitschrift Charlie Hebdo wegen der Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed in Brand stecken. Er sei sich aber nicht bewusst gewesen, dass das Magazin seine Adresse geändert hatte, sagte der französische Antiterror-Staatsanwalt Jean-François Ricard.

Der mutmaßliche Angreifer hatte drei Flaschen Spiritus und einen brennbaren Farbverdünner bei sich, so der Pariser Staatsanwalt.

Sein ursprünglicher Plan war es, in das Büro des Magazins einzudringen, möglicherweise mithilfe eines Hammers, und es dann mit den Flaschen mit Waschbenzin in Brand zu setzen.

Auf dem Smartphone des Mannes wurde ein dreiminütiges Video in Urdu entdeckt, das angeblich eine Erklärung seiner Motive enthielt. Darin soll der Verdächtige erklärt haben:

Hier in Frankreich macht man Karikaturen über unseren reinen und großen Propheten Mohammad. Heute werde ich mich dagegen auflehnen.

Der Verdächtige soll vor dem Anschlag vom 25. September die Gegend um die Rue Nicolas-Appert an drei verschiedenen Tagen ausgeforscht haben. Bei dem Anschlag verwendete der Täter ein Fleischbeil, welches er wenige Stunden zuvor gekauft hatte.

Er soll zwei Personen vor dem ehemaligen Hauptquartier von Charlie Hebdo angegriffen haben, weil er glaubte, dass es sich dabei um Mitarbeiter des Magazins handelte, wie Ricard ausführte. Die Opfer wurden ins Krankenhaus eingeliefert, ihre Verletzungen waren nicht lebensbedrohlich.

Während einer Protestkundgebung in Karatschi skandierten Menschen Parolen gegen die satirische französische Wochenzeitung Charlie Hebdo, die eine Karikatur des Propheten Mohammed abdruckte.

Was der Hackbeil schwingende Angreifer jedoch nicht wusste, war, dass die satirische Zeitschrift an einen geheimen Ort umgezogen war, nachdem sie bereits im Januar 2015 einem islamistischen Angriff ausgesetzt war. Damals wurden in dem Büro zwölf Menschen von bewaffneten Männern getötet, die die Zeitschrift durch ihren Unmut über Charlie Hebdos Veröffentlichung von Karikaturen des islamischen Propheten Mohamed getrieben angriffen.

Die umstrittenen Zeichnungen erschienen 2005 zunächst in einer dänischen Zeitschrift und riefen Proteste in der gesamten muslimischen Welt hervor, da jede Darstellung des Propheten im Islam als blasphemisch gilt.

Zur Eröffnung des Prozesses gegen mutmaßliche Komplizen der Schützen des Anschlags von 2015 veröffentlichte Charlie Hebdo vor einem Monat erneut einige dieser Karikaturen und erklärte, sie sollten den Prozessauftakt markieren.

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