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Türkei verspricht Aserbaidschan Unterstützung "am Verhandlungstisch und auf dem Schlachtfeld"

Türkei verspricht Aserbaidschan Unterstützung "am Verhandlungstisch und auf dem Schlachtfeld"
Türkei verspricht Aserbaidschan Unterstützung "am Verhandlungstisch und auf dem Schlachtfeld". (Archivbild)
Am Dienstag hat der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu die aserbaidschanische Botschaft in Ankara besucht. Nach der Visite teilte er Journalisten mit, dass die Türkei bereit sei, Aserbaidschan im Bergkarabach-Konflikt auch auf dem Schlachtfeld zu unterstützen.

Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu hat nach einem Besuch in der aserbaidschanischen Botschaft in Ankara erklärt, sein Land sei bereit, Aserbaidschan in Bergkarabach sowohl am Verhandlungstisch als auch auf dem Schlachtfeld zu unterstützen. Es gebe nur eine Lösung des Konfliktes: Armenien solle das aserbaidschanische Territorium verlassen.

Wir wollen, dass das Problem endgültig gelöst wird. Wir haben uns sehr darum bemüht, aber ohne Erfolg. Wir sind bereit, Aserbaidschan sowohl am Verhandlungstisch als auch auf dem Schlachtfeld zu unterstützen.

Auch Numan Kurtulmuş, stellvertretender Vorsitzender der Regierungspartei AKP, war am Dienstag in der aserbaidschanischen Botschaft zu Besuch. Nach der Visite teilte er Journalisten mit, dass Ankara jeden Angriff auf Baku als einen Angriff auf die Türkei werten würde. Kurtulmuş wörtlich:

Armenien betreibt Provokationen. Wir stufen Angriffe auf Aserbaidschan als Angriffe auf die Türkei ein. Wir werden unser Bestes tun, um dem Brudervolk Aserbaidschans zu helfen.

Inzwischen wies Polad Bülbüloğlu, der aserbaidschanische Botschafter in Russland, die Berichte zurück, wonach sein Land im Bergkarabach-Konflikt Söldner, darunter aus der Türkei, einsetze:

Das Gerede über türkische Söldner ist durch und durch ein Fake. Unsere Armee braucht heute weder Södner noch andere zusätzliche Kräfte.

Armenien und Aserbaidschan werfen sich gegenseitig Einsatz syrischer Kämpfer in Bergkarabach vor

Am Morgen des 27. September hatte Armeniens Premierminister Nikol Paschinjan erklärt, dass die aserbaidschanischen Streitkräfte eine Offensive gegen die international nicht anerkannte Republik Bergkarabach gestartet hätten. Aus dem Verteidigungsministerium in Baku verlautete hingegen, die armenischen Streitkräfte hätten gegen 4 Uhr MESZ aserbaidschanische Armeestellungen und Ortschaften unter Beschuss genommen. Dabei habe es Todesopfer und Verletzte unter der Zivilbevölkerung gegeben. Die Behörden der nicht anerkannten Republik Bergkarabach gaben bekannt, dass unter anderem die Hauptstadt Stepanakert unter Beschuss geraten sei. In dem international nicht anerkannten Staat wurde der Kriegszustand ausgerufen und die allgemeine Mobilmachung angeordnet. Später traf auch Armenien die gleichen Maßnahmen.

Der Konflikt war im Februar 1988 ausgebrochen, als die autonome Region Bergkarabach mit der überwiegend armenischen Bevölkerung ihre Loslösung von Aserbaidschan angekündigt hatte. Im Laufe der bewaffneten Auseinandersetzungen, die von 1992 bis 1994 dauerten, verlor Baku seine Kontrolle über Bergkarabach und sieben Anrainergebiete. Im Jahr 1994 unterzeichneten Aserbaidschan, Armenien und die international nicht anerkannte Republik Bergkarabach unter Vermittlung der Russischen Föderation ein Protokoll über einen Waffenstillstand. Trotzdem kam es wiederholt zu Kampfhandlungen, zuletzt im Juli dieses Jahres, als insgesamt 18 Menschen bei einem Konflikt an der armenisch-aserbaidschanischen Grenze ums Leben kamen.

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