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Fall "Maddie": Neue Ermittlungen gegen mutmaßlichen Täter wegen Vergewaltigung einer Irin

Fall "Maddie": Neue Ermittlungen gegen mutmaßlichen Täter wegen Vergewaltigung einer Irin
Archivbild: Flugblätter, auf denen das vermisste Mädchen Madeleine McCann abgebildet ist. Sie wurden bei einem Fußballspiel in Glasgow an die Fans von Sevilla verteilt.
Strafverfolger nehmen gegen den im Fall Maddie beschuldigten Deutschen weitere Ermittlungen auf. Ein mögliches Opfer habe sich nach dem Zeugenaufruf bei britischen Medien gemeldet, sagte Hans Christian Wolters von der Staatsanwaltschaft Braunschweig am Montag.

Es werde inzwischen wegen des Verdachts der Vergewaltigung einer jungen Irin im Jahr 2004 an der Algarve ermittelt, bestätigte Wolters. Ein Zeugenaufruf, zu dem ein Beitrag in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY... ungelöst lief, löste Reaktionen und Hinweise in mehreren Ländern aus. 

Anfang Juni hatten das Bundeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Braunschweig gemeinsam mitgeteilt, dass sie im Fall der vermissten Britin Madeleine "Maddie" McCann gegen einen 43-jährigen Deutschen wegen Mordverdachts ermitteln. Es handele sich um Christian B., einen mehrfach vorbestraften Sexualstraftäter. Der Verdächtige sitzt derzeit in Kiel wegen Drogenhandels in Haft. Zum Stand der Ermittlungen sagte Wolters am Montag, gegen den Beschuldigten bestehe weiterhin ein "beweisgestützter Verdacht" des Mordes. Außerdem läuft gegen den Mann ein separates Verfahren wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines Kindes. Er soll wenige Woche vor dem Verschwinden der kleinen Maddie in Portugal vor einem zehnjährigen Mädchen aus Deutschland masturbiert haben.

Maddie war im Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag im portugiesischen Praia da Luz aus einer Ferienanlage verschwunden. Wie die Braunschweig Zeitung am Dienstag berichtet, sagte Staatsanwalt Wolters in einem Interview mit dem portugiesischen Sender RTP, dass es mittlerweile materielle Beweise für den Tod des Mädchens gebe. Nähere Details wollte er aber nicht nennen. 

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