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Nawalny soll laut SPIEGEL-Bericht wieder sprechen und sich erinnern können - Sprecherin widerspricht

Nawalny soll laut SPIEGEL-Bericht wieder sprechen und sich erinnern können - Sprecherin widerspricht
Archivbild: Nawalny am 24. Dezember 2017
Der russische Oppositionspolitiker Alexei Nawalny habe sich erholt und mache weitere Fortschritte, berichten mehrere Medien am Donnerstag. Es ist die Rede von "verschärfter Bewachung" in der Charité. Nawalnys Sprecherin erwidert, die Informationen seien übertrieben.

Wie der Spiegel am Donnerstag berichtet, soll Alexei Nawalny weitere Fortschritte gemacht haben und wieder sprechen können. Er "kann sich vermutlich an Details vor seinem Zusammenbruch" im Flugzeug von Tomsk nach Moskau erinnern.

Der Flughafen in Omsk. Hier hat Nawalny vor seinem Flug nach Moskau eine Tasse Tee getrunken – seine Unterstützer und auch viele Medien hegen den Verdacht, dass diese mit Nowitschok vergiftet war.

Sein Zustand soll laut einem Bericht des Insider sogar besser sein, als man in einer solchen Situation erwarten würde. Gleichzeitig sollen die Sicherheitsvorkehrungen in der Charité verschärft worden sein. "Er soll jetzt auch im Krankenhaus direkt bewacht werden", meldet der Spiegel. Der 44-Jährige darf dem Bericht zufolge schon bald auch Besuch empfangen. Zuvor durften nur Ärzte und seine Frau Julija mit ihm sprechen.

Die Berliner Polizei teilte der Nachrichtenagentur RIA Nowosti allerdings mit, dass sie nicht wisse, woher die Informationen über die "verschärfte Bewachung" stammen: 

Wir wissen nicht, woher der Spiegel diese Informationen hat. Wir äußern uns grundsätzlich nicht zu den Sicherheitsmaßnahmen.

Auch Nawalnys Sprecherin Kira Jarmysch schrieb am Donnerstag auf Twitter, die neuesten Berichte seien ungenau und "sehr übertrieben":

Im Zusammenhang mit den neuesten Berichten zu Alexei: Darüber, dass er wieder das Bewusstsein erlangt und auf andere Menschen reagiert, haben wir am Montag berichtet. Doch im Grunde ist der Artikel sehr übertrieben und enthält viele faktische Ungenauigkeiten.

Nawalny war am 20. August auf einem Inlandsflug von Tomsk nach Moskau ins Koma gefallen und später in die Berliner Charité verlegt worden. Die Bundesregierung sieht es als "zweifelsfrei erwiesen" an, dass Nawalny mit dem militärischen Nervengift Nowitschok vergiftet worden sei. Russland bestreitet, in den Fall verwickelt zu sein.

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