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Erdoğan hat sich von Maas nicht erweichen lassen: "Wir nehmen was auch immer uns zusteht"

Erdoğan hat sich von Maas nicht erweichen lassen: "Wir nehmen was auch immer uns zusteht"
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan während einer AKP-Veranstaltung in Ankara am 13. August.
Der Streit um Seegrenzen, Wirtschaftszonen und Gas zwischen der Türkei und Griechenland geht in die nächste Runde. Der Vermittlungsversuch von Bundesaußenminister Heiko Maas erreichte offenbar nicht viel; bereits am nächsten Tag zeigt sich der türkische Präsident unnachgiebig.

Maas reiste am Dienstag nach Athen und Ankara, um zwischen den beiden Nachbar- und NATO-Staaten zu vermitteln. Dieser Streit zwischen Griechenland und der Türkei hat nicht nur Auswirkungen auf diese beiden Länder, sondern auch auf die EU und das transatlantische Militärbündnis gleichermaßen. Der Zeitpunkt der Reise wurde bewusst so gewählt, um vor dem EU-Außenministertreffen am Donnerstag, wo das Thema auf der Agenda stehen wird, Druck auf beide Länder auszuüben.

Bundesaußenminister Heiko Maas und sein türkischer Amtskollege Mevlüt Çavuşoğlu geben am 25.08.2020 nach dem Gespräch in Ankara eine Pressekonferenz.

Davon ließ sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan aber kaum beeindrucken. Zwar erklärte sein Sprecher Ibrahim Kalin in einem am Dienstag veröffentlichten Interview in der Tageszeitung Hürriyet, dass man grundsätzlich zu einem Dialog mit Griechenland bereit sei, aber das bedeute nicht, dass man Zugeständnisse machen müsse.

Dass sich die Meinung Erdoğans nach dem Besuch von Maas nicht geändert hat, demonstrierte er am Mittwoch bei einem Besuch der ostanatolischen Provinz Muş, wo er an einer Gedenkveranstaltung zum Sieg des seldschukischen Sultans Alparslan am 26. August 1071 über das byzantinische Heer von Kaiser Romanos IV. Diogenes teilnahm. 

Bereits vergangene Woche erklärte er vor dem Parlament, in Ahlat – von wo aus Alparslan in die Schlacht von Manzikert zog – die "Geschichte aufleben" lassen zu wollen, indem an dieser Stelle ein neuer präsidialer Komplex gebaut wird.  

An dieser historischen Stelle, die den Grundstein für die Eroberung Anatoliens durch die turkmenischen Seldschuken legte, gab sich Erdoğan gegenüber dem griechischen Erbfeind unversöhnlich:

Wir nehmen, was auch immer uns im Mittelmeer, in der Ägäis und im Schwarzen Meer zusteht, wir werden keine Konzessionen machen.

Mit einem Seitenhieb an die Europäische Union – und damit auch an Deutschland – erklärte der türkische Präsident, dass sämtliche Länder akzeptieren müssten, dass die Türkei kein Land mehr sei, deren Geduld und Entschlossenheit man testen könne. Ankara würde sich nicht in Fragen der Souveränität, Territorien oder Interessen anderer Länder einmischen, und er erwarte das im Gegenzug auch von anderen, so Erdoğan weiter.

Wir sind entschlossen, politisch, wirtschaftlich und militärisch das zu tun, was notwendig ist, um das sicherzustellen.

Griechenland sei aber des "byzantinischen Erbes nicht wert", weil sich Athen hinter der EU verstecken würde.

Wenn sie einen Preis zahlen wollen, dann sollen sie hierherkommen und uns entgegentreten.

Damit hörte die Demagogie gegenüber Griechenland nicht auf. Die Griechen hätten nichts aus der Geschichte gelernt, meinte der Präsident, weil sie sich wie ein "Fake-Fiesling" im Mittelmeer aufführen würden. Zugleich warnte Erdoğan Griechenland davor, "Fehler zu machen, die zu ihrem Ruin führen" würden.

Am selben Tag begann das dreitägige Militärmanöver "EUNOMIA" im östlichen Mittelmeer, an dem die Streitkräfte Griechenlands, Zyperns, Italiens und Frankreichs teilnehmen. Am Montag führte Griechenland bereits mit den USA gemeinsame Übungen südlich der Insel Kreta durch.

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