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Erneut Proteste gegen Wahlergebnisse in Weißrussland: Polizei setzt Blendgranaten und Tränengas ein

Erneut Proteste gegen Wahlergebnisse in Weißrussland: Polizei setzt Blendgranaten und Tränengas ein
Erneut Proteste gegen Wahlergebnisse in Weißrussland: Polizei setzt Blendgranaten und Tränengas ein
In Weißrussland gibt es am Montagabend erneut Demonstrationen gegen angebliche Wahlfälschungen. Es kommt zu Zusammenstößen mit der Polizei. Ein Mann wurde getötet. Die Sicherheitskräfte gehen gegen die Protestler hart vor und setzen Blendgranaten und Tränengas ein.

Bei den Protesten ist ein Mann ums Leben gekommen, bestätigte die Polizei am Montagabend. "Bei den Ausschreitungen in Minsk auf der Prityzki-Straße errichtete eine Menschenmenge Barrikaden, um den Verkehr zu blockieren. Während einer Auseinandersetzung mit Spezialkräften, die ankamen, um den Platz freizumachen, versuchte einer der Demonstranten, einen nicht identifizierten Sprengsatz auf Polizisten zu werfen. Der Sprengsatz explodierte in seiner Hand, der Mann erlitt tödliche Verletzungen", erklärte die Minsker Polizei in einer offiziellen Erklärung.

Am Montagabend kamen viele Menschen in mehreren Städten Weißrusslands zu Protesten zusammen, die meisten in der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Dort versammelten sich die Demonstranten in kleinen Gruppen auf dem Siegesplatz, dem Zentrum der Kundgebungen der vergangenen Nacht.

Wie in den sozialen Medien berichtet wird, setzte die Bereitschaftspolizei Blendgranaten und Tränengas ein, um die Demonstranten zu zerstreuen. Lokalen Medien zufolge wurden in der ersten Stunde der Proteste mehrere Dutzende Menschen festgenommen. 

In Minsk wurden zudem stark bewaffnete Truppen in Militäruniformen bei den Protestaktionen gefilmt, wie sie Gummigeschosse und Blendgranaten auf eine Menge von Demonstranten schossen, die den Verkehr blockierten.

Die Demonstranten blockierten die Kalvarijskaja-Straße im Westen von Minsk. Die zur Kontrolle entsandte Bereitschaftspolizei wurde durch Truppen in Uniformen mit Tarnmuster und mit automatischen Waffen verstärkt. Berichten zufolge wurden mehrere Personen verletzt, darunter die Journalistin Natalia Lubnewskaja von der Zeitschrift Nascha Niwa, die von einem Gummigeschoss am Bein getroffen wurde.

Festnahmen gab es auch in der nordöstlichen Stadt Witebsk, in der Stadt Brest im Westen waren ebenfalls starke Polizeipatrouillen an Straßenkreuzungen zu sehen, wo es am Samstag zu Zusammenstößen mit Demonstranten gekommen war. Hauptstraßen wurden abgeriegelt, Cafés blieben geschlossen. In Brest setzte die Polizei Blendgranaten und Gummigeschosse ein, um die Demonstranten zu zerstreuen.

Die ersten Proteste waren in Weißrussland am Sonntagabend ausgebrochen, nachdem Präsident Alexander Lukaschenko verkündet hatte, er sei mit fast 80 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Die Kandidaten der Opposition erkennen die Wahlergebnisse nicht an und sprechen von zahlreichen Wahlfälschungen.

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