Europa

Weißrussland: Lukaschenko behauptet, er sei absichtlich mit Corona infiziert worden

Wenige Tage nach Lukaschenkos Behauptung, er habe gegen COVID-19 gekämpft, ohne seinen Arbeitsplatz zu verlassen, sagte der weißrussische Präsident, jemand hätte ihn absichtlich mit dem Virus infiziert. Man suche derzeit nach den Tätern, so der 65-Jährige.
Weißrussland: Lukaschenko behauptet, er sei absichtlich mit Corona infiziert wordenQuelle: AFP © NIKOLAY PETROV / BELTA / AFP

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko sagte in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem ukrainischen Journalisten Dmitri Gordon, jemand hätte ihn wahrscheinlich absichtlich mit dem Coronavirus infiziert. In dem zweieinhalb Stunden langen Interview sagte er:

Wir neigen zu glauben, dass jemand mir das Coronavirus zugespielt hat. Ich suche nun nach dem Zeitpunkt, wann dies passiert sein könnte.

Konkrete Namen wollte der weißrussische Präsident vorerst nicht nennen.

Lukaschenko erzählte, dass er keine Krankheitsanzeichen hatte. Erst als seine Familienmitglieder krank wurden und sie gemeinsam zum Arzt fuhren, seien auch bei ihm typische Symptome in der Lunge festgestellt worden. Lukaschenko habe nicht auf Ratschläge der Ärzte gehört, sich einer Behandlung unterziehen zu lassen. Stattdessen habe er seine Arbeit fortgesetzt.  

Lukaschenko will am 9. August für seine sechste Amtszeit als Präsident wiedergewählt werden. In dem Interview mit Gordon zeigte er sich siegessicher. Der 65-Jährige geht seit Wochen mit Festnahmen und Demonstrationsverboten gegen seine Gegner und gegen Journalisten vor. Zwei oppositionelle Kandidaten, Sergei Tichanowskij und Wiktor Babariko, sitzen derzeit in Haft. Beide wollten gegen Lukaschenko bei der Wahl antreten.

Der Präsident reagierte gelassen auf die Kritik, er sei der "letzte Diktator Europas". Selbst der Westen, so Lukaschenko, sehe inzwischen vor allem die "Stabilität und Ordnung" in Weißrussland. Niemand brauche eine Revolution. Im Interview machte Lukaschenko auch deutlich, dass er seine Macht notfalls mit Waffengewalt verteidigen werde.

Mehr zum ThemaWeißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko: "Russland hat Angst, uns zu verlieren"

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team