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EU geht erstmals mit Cybersanktionen gegen mutmaßliche Hacker aus Russland und China vor

EU geht erstmals mit Cybersanktionen gegen mutmaßliche Hacker aus Russland und China vor
EU geht erstmals mit Cybersanktionen gegen mutmaßliche Hacker aus Russland und China vor (Symbolbild)
Der Rat der EU hat mehrere Einzelpersonen und Firmen aus Russland, China und Nordkorea mit Sanktionen belegt, die angeblich in eine Reihe schwerwiegender Hackerangriffe involviert waren. Dabei kommt es zum ersten Mal zur einer solchen Reaktion der EU auf Cyberangriffe.

Insgesamt wurden nach Angaben der Behörde am Donnerstag Strafmaßnahmen gegen sechs Einzelpersonen erlassen. Hinzu kommen Sanktionen gegen zwei Unternehmen aus China und Nordkorea sowie gegen den russischen Militärgeheimdienst GRU. Laut dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell sieht die Sanktionsregelung vor, dass die EU nun Vermögenswerte einfrieren kann. Zudem gelten für die Personen EU-Einreiseverbote.

Betroffen sind vier russische Agenten, denen die EU einen versuchten Cyberangriff gegen die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) in Den Haag vorwirft. Außerdem sind das Hauptzentrum für Spezialtechnologien des russischen Militärgeheimdiensts GRU sowie zwei mutmaßliche Mitglieder der chinesischen Hackergruppe APT10 gelistet. Den GRU-Mitarbeitern wird zugeschrieben, in Verbindung mit der sogenannten Hackergruppe Sandworm zu stehen, die unter anderem die NATO ausspioniert haben soll. Die Chinesen sollen wiederum bei einer Aktion mit dem Namen "Cloud Hopper" IT-Dienstleister in aller Welt angegriffen haben.

Als Grund für die Strafmaßnahmen werden von der EU auch die Angriffe mit den Schadprogrammen WannaCry und NotPetya genannt. Damit wurden Computer verschlüsselt und Lösegelder gefordert. Betroffen waren auch Anzeigen auf Bahnhöfen in Deutschland. Wegen der Angriffe mit WannaCry, bei denen im Jahr 2017 insgesamt über 200.000 Rechner in 150 Ländern infiziert wurden, wurde auch das Unternehmen aus Nordkorea auf die Sanktionsliste gesetzt. Es soll die Attacken technisch oder finanziell unterstützt haben, hieß es.

Während die EU weiterhin auf der Verwicklung Russlands in den angeblichen Cyberattacken beharrt, wurden die Anschuldigungen aus Brüssel bis heute immer noch nicht mit stichhaltigen Beweisen untermauert. Dass russische Firmen durch die Attacken genauso hart wie westliche Unternehmen betroffen wurden, scheint für die EU-Behörden dabei ebenso wenig ein triftiges Argument zu sein.

Russland kündigt entsprechende Gegenmaßnahmen an

Das russische Außenministerium kritisierte die einseitigen Strafmaßnahmen der EU in einer ausführlichen Stellungnahme scharf. Die Vorwürfe seien unbegründet und verwirrend. Die EU habe sich einem Dialog über Schaffung der UN-Mechanismen zur Cybersicherheit verweigert und einen Weg der Restriktionen und des Drucks gewählt. Dies führe zu mehr Chaos und politischer Konfrontation. Russland behalte sich eine entsprechende Reaktion vor.

Das unfreundliche Vorgehen der EU wird nicht unbeantwortet bleiben. Wie Sie wissen, ist in der Diplomatie alles spiegelbildlich", teilte die Informations- und Presseabteilung des Außenministeriums mit.

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(rt/dpa)

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