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Verschwundene Maddie: Polizei durchsucht Brunnen in Portugal

Verschwundene Maddie: Polizei durchsucht Brunnen in Portugal
(Archivbild). So sah Madeleine "Maddie" McCann aus, als sie 2007 verschwand.
Die portugiesische Polizei hat Medienberichten zufolge auch in drei Brunnen nach der seit mehr als 13 Jahren verschwundenen Madeleine "Maddie" McCann gesucht. Nach den Medienberichten geht die Durchsuchung auf neue "fundamentale Beweisstücke" zurück.

In den vergangenen Wochen seien die Beamten der Kriminalpolizei dort mit Hilfe von Tauchern in der Gemeinde Vila do Bispo im Einsatz gewesen, berichteten die Zeitung Correio da Manha und der TV-Sender RTP am Freitagabend unter Berufung auf Polizeikreise. Dabei sei allerdings keine Spur des britischen Mädchens entdeckt worden, hieß es.

Laut RTP soll die Polizei im Vorfeld "fundamentale Beweisstücke" entdeckt haben. Genaueres wurde nicht genannt. Es soll jedoch eine Verbindung zu dem 43-jährigen Deutschen geben, gegen den die Staatsanwaltschaft in Braunschweig wegen Mordverdachts ermittelt, wie die englische Tageszeitung Sun vermeldete.

Bild aus dem Jahr 2007: Strandbesucher betrachten am Strand in der Nähe des portugiesischen Badeortes Lagos eine riesige Werbetafel mit einem Foto der vermissten Madeleine

Der Mann, der wegen einer anderen Sache inhaftiert ist, steht im Verdacht, die damals Dreijährige am 3. Mai 2007 aus einer Ferienanlage des Algarve-Badeortes Praia da Luz entführt zu haben. Vila do Bispo liegt etwa 15 Kilometer westlich von Praia da Luz.

Die Ermittler in Deutschland sind überzeugt, dass das Kind tot ist. Zu dieser Annahme äußern sich die Behörden in Portugal nicht. Die britische Polizei geht weiter von einem Vermisstenfall aus.

Bei den Ermittlungen zum Fall hat die portugiesische Polizei nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen unter anderem auch zahlreiche Bewohner der Region befragt. Portugiesische Medienberichte, wonach man dabei Indizien für eine mutmaßliche Verwicklung des verdächtigten Deutschen gesammelt habe, hat die portugiesische Kripo bislang nicht kommentiert.

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(rt/dpa)

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