icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Ukraine veröffentlicht Geheimdokumente über Atomkraftwerk Tschernobyl

Ukraine veröffentlicht Geheimdokumente über Atomkraftwerk Tschernobyl
Symbolbild vom 15.08.2019: Touristen sehen sich das stillgelegte Kernkraftwerk Tschernobyl an
Die Ukraine veröffentlichte bisher geheime Dokumente zum havarierten Atomkraftwerk Tschernobyl. Demnach hatte dieses noch vor dem Super-GAU Probleme. Das geht aus einem vom ukrainischen Geheimdienst und vom Institut für nationales Gedächtnis präsentierten Buch hervor.

Zum 34. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl wurden in dem Buch "Das Tschernobyl-Dossier des KGB. Vom Bau bis zum Unfall" bisher unter Verschluss gehaltene Dokumente des sowjetischen Geheimdienstes KGB veröffentlicht. Demnach gab es schon lange vor dem Super-GAU viele Probleme in dem Kraftwerk. Die Archivdokumente geben Auskunft zu Baumängeln, Havarien und Notabschaltungen von 1971 bis in die Zeit nach der Atomkatastrophe. 

Nachlesbar sind auch Protokolle der Dienstgespräche vom 26. April und zur radioaktiven Verstrahlung der etwa 130 Kilometer südlich vom Reaktor gelegenen ukrainischen Hauptstadt Kiew. Nach der Explosion von Block 4 im damals noch sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl im April 1986 wurden radioaktiv verstrahlte Landstriche um die Atomruine gesperrt. Die Hauptursache für den Vorfall war Experten zufolge ein schwerer Verstoß gegen die Betriebsregeln im Block 4.

Insgesamt enthält das Buch 229 Dokumente, von denen die meisten zum ersten Mal veröffentlicht wurden. Die Buchpräsentation fand am Montag in der Sperrzone statt. Einige Auszüge aus dem Buch sind auch online verfügbar.

Nach der größten Atomkatastrophe in der zivilen Nutzung der Kernkraft gab es Tausende Tote und Verletzte. Zehntausende Menschen mussten zwangsumgesiedelt werden. Viele starben an strahlenbedingten Krankheiten wie Krebs und Kinder kamen mit Missbildungen auf die Welt.

Die Ukraine teilte Ende 2019 mit, dass immer mehr Touristen die Sperrzone von Tschernobyl besuchen. Das zunehmende Interesse am Kernkraftwerk sei laut Behörden unter anderem auch auf die gleichnamige Miniserie des Senders HBO zurückzuführen. 

Mehr zum ThemaUkraine: Der GAU von Tschernobyl jährt sich zum 34. Mal

Folge uns aufRT
RT
Kriegstrauma loslassen lernen

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen