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Estland testet digitalen Immunitätsausweis an Arbeitsplätzen

Estland testet digitalen Immunitätsausweis an Arbeitsplätzen
Symbolbild: Kassiererin in einem Supermarkt in Tallinn
Als eines der ersten Länder weltweit testet Estland digitale Immunitätsausweise, um den Bürgern eine sichere Rückkehr zu ihren Arbeitsplätzen zu ermöglichen. Nach Einschätzung der WHO ist es aber noch unklar, ob eine überstandene Infektion überhaupt zu Immunität führt.

Erstellt wurde das Programm von einem Entwicklerteam, zu denen die Startups Transferwise und Bolt gehören. Wie die Entwickler erklären, kann eine autorisierte Person, beispielsweise ein Arzt, die Ergebnisse des Coronavirus-Tests in das Programm eingeben. Danach generiert die Anwendung einen QR-Code. Anschließend kann der Benutzer den Code mit seinem Arbeitgeber, der Schulverwaltung oder seiner Familie teilen.

Laut dem Bundeskanzleramt seien alle Sorgen über eine mutmaßliche

Taavet Hinrikus, Gründer des Zahlungsdienstleisters Transferwise und Mitglied der Nichtregierungsorganisation Back to Work, die den Ausweis entwickelte, sagte: 

Der digitale Immunitätsausweis soll Ängste abbauen und Gesellschaften auf der ganzen Welt dazu anregen, ihr Leben inmitten der Pandemie fortzusetzen.

Neben Technologieunternehmen arbeiten auch Mediziner und Beamte für Back to Work. Die Hotelkette Radisson Hotels und der Lebensmittelhersteller PRFoods gehören zu den ersten Unternehmen, die in Estland mit dem Testen der Ausweise begonnen haben. Kajdo Ojaperw, Geschäftsführer des Hotels Radisson Blu Sky in Tallinn, sagte:

Wir suchen nach jeder Lösung, damit unsere Mitarbeiter wieder arbeiten und die Kunden wieder in unseren Hotels übernachten können.

Die Weltgesundheitsorganisation warnt allerdings vor solchen Ausweisen, da noch unklar sei, ob man sich auch ein zweites Mal anstecken könne. 

Der wegen der Coronavirus-Pandemie verhängte Ausnahmezustand in Estland ging am 18. Mai zu Ende. Die Entscheidung wurde angesichts der rückläufigen Ausbreitung des Coronavirus in Estland getroffen. Das EU-Land mit 1,3 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang knapp 1.800 bestätigte Infektionen und 64 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus.

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