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Wut in Frankreich: Klinikpersonal fordert bessere Löhne und mehr Mittel für Gesundheitswesen

Wut in Frankreich: Klinikpersonal fordert bessere Löhne und mehr Mittel für Gesundheitswesen
"Ich bin kein Held" – Screenshot aus einem Video, in dem konkrete Verbesserungen für die öffentlichen Gesundheitseinrichtungen gefordert werden.
Am Donnerstag gingen Angestellte des Robert-Debré-Krankenhauses in Paris auf die Straße. Sie fordern eine gerechtere Bezahlung und mehr Mittel für die öffentlichen Gesundheitseinrichtungen. Mit Prämien und Medaillen wollen sie sich nicht abspeisen lassen.

Vor dem Krankenhaus in Paris erklärte eine der Organisatorinnen, die Ärztin Dr. Cherine Benzouid:

Wir wollen ihre Medaille nicht. Wir sind keine Helden. Wir sind Arbeitnehmer, und wir müssen unsere Arbeit unter guten Bedingungen verrichten können, ob es nun um mehr Betten oder um mehr Lohn geht.

Die Medizinerin wies darauf hin, dass immer mehr Mitarbeiter die öffentlichen Gesundheitseinrichtungen verlassen würden, da sie unter schlechten Bedingungen arbeiten müssten und unterbezahlt seien.

Die Kundgebung erfolgte nur einen Tag später, nachdem die französische Regierung angekündigt hatte, eine Prämie für das Krankenhauspersonal in 40 Regionen, darunter auch acht in der Region Île-de-France, zu der auch Paris zählt, auszuzahlen. Es handelt sich bei der Prämie um eine einmalige Zahlung in Höhe von maximal 1.500 Euro.

Der "Bonus" für medizinisches und nichtmedizinisches Personal werde als Anerkennung der Leistungen während der Corona-Pandemie gezahlt, so die Regierung. Zudem sollen neben der Parade zum Nationalfeiertag am 14. Juli auch Medaillen überreicht werden, um das Engagement einzelner oder mehrerer Menschen im Kampf gegen die Pandemie auszuzeichnen. Die Geldprämie werde "in den nächsten Wochen" ausgezahlt, wahrscheinlich "auf der Gehaltsliste für Mai oder Juni", erklärte die Regierungssprecherin Sibeth Ndiaye.

Kein "Zurück zur Normalität"

Doch das genügt vielen der Angestellten nicht. Ihre Wut wächst. Schon vor der Pandemie hatte es Proteste des medizinischen Personals in Frankreich gegeben, auf welche die Regierung mit zum Teil drastischen Polizeimaßnahmen reagierte. Es sind Bilder, die man sich heute, nach dem herausragenden Einsatz der Pflegekräfte während der Corona-Krise kaum noch vorstellen kann:

Viele Angestellte im öffentlichen Gesundheitswesen befürchten zudem, dass es nach der Pandemie ein "Zurück zur Normalität" geben könnte. Das würde für sie bedeuten, dass trotz der Erfahrungen während dieser schweren Zeit, Mittel für den öffentlichen Gesundheitssektor weiter zusammengestrichen werden könnten.

Die Angestellten verlangen deswegen nicht nur eine gerechtere Entlohnung, sondern auch massive Neueinstellungen, mehr Betten und eine stärkere Einbindung in die Entscheidungsprozesse innerhalb der Krankenhäuser. Solange die Forderungen nicht erfüllt seien, werde es weitere sogenannte "wütende Donnerstage" geben, an denen das Personal auf die Straßen geht.

Zudem rufen die Organisatoren der Bewegung dazu auf, schnellstmöglich eine zentrale nationale Initiative der großen Gewerkschaften, Verbände und Parteien zu gründen.

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