icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Danke Brüssel! Polen bekommt eigene Gaspipeline auf Kosten der EU-Steuerzahler

Danke Brüssel! Polen bekommt eigene Gaspipeline auf Kosten der EU-Steuerzahler
Symbolbild
Polen hat einen Vertrag für den Bau der Gaspipeline Baltic Pipe unterzeichnet. Das von der EU geförderte Projekt wurde als ein wichtiger Schritt für Warschau und sogar Europa begrüßt. Die Pipeline soll die Abhängigkeit von russischen Gasimporten verringern.

Die Pipeline soll Gas aus Norwegen auf den dänischen und polnischen Markt sowie weiter in die EU liefern. Am Montag unterzeichnete der staatliche polnische Gasnetzbetreiber Gaz-System einen Vertrag im Wert von 280 Millionen Euro mit dem italienischen Öl- und Gastechnikunternehmen Saipem, um mit den Verlegungsarbeiten in der Ostsee zu beginnen.

Polen betrachtet die künftige Gasverbindung, die im Jahr 2022 in Betrieb genommen werden soll, als eine Möglichkeit, die Importe des blauen Brennstoffs aus Russland endgültig zu beenden. Russland stellt seit langem den Hauptgaslieferanten für das Land dar, der Vertrag mit dem russischen Energiekonzern Gazprom läuft jedoch im Jahr 2022 aus.

Leere Versprechen statt Erdgas: Wohin führt die Unterstützung der USA für die Drei-Meer-Initiative?
(Archivbild: Entladungsterminal für Flüssigerdgas in Swinemünde, Polen. 05. August 2017)

Laut der Website der Projektbetreiber werde die Ostsee-Pipeline "zu einer besseren Diversifizierung der Gasversorgungsquellen in Dänemark und im Ostseeraum sowie in Mittel- und Osteuropa beitragen". Allerdings könnte das ehrgeizige Ziel auf einige große Hürden stoßen, glauben Analysten.

Erstens versiegen die Ressourcen in der Norwegischen See. Zweitens, da die EU einen gemeinsamen Energiebinnenmarkt hat, wird das Gas, das über die neue Route fließt, dieselbe Quelle haben: Norwegen. Daher könnte Oslo seine Liefermengen nach Westeuropa über andere Verbindungen reduzieren. Sergei Suwerow, Chefanalyst bei Premier BCS, erklärte gegenüber RT:

Norwegen hat kein zusätzliches Gas, was die Frage aufwirft, womit diese Pipeline gefüllt werden soll. Darüber hinaus muss Norwegen, um die Ostsee-Pipeline zu füllen, Gas aus Großbritannien und Westeuropa umleiten, was problematisch sein könnte.

Das bedeutet, dass dem EU-Markt mit der neuen Pipeline keine oder nur sehr geringe zusätzliche Mengen angeboten werden. In der Zwischenzeit wird die Gasnachfrage steigen, auch in Polen, einem der wenigen EU-Länder, die noch immer in hohem Maße von Kohle abhängig sind. Wenn Warschau sich anpassen wolle, müsse es auf andere Energiequellen umsteigen, und die Entscheidung für Gas sei einer der einfachsten Wege, so Alexei Griwatsch vom Nationalen Energiesicherheitsfonds. Er sagte in einem RT-Interview:

Diese Maßnahme ergibt keinen Sinn, wenn wir den EU-Markt als eine Einheit betrachten.

Wenn das norwegische Gas aus dem westeuropäischen Markt entnommen wird, sollte diese Menge durch einige andere Quellen kompensiert werden.

Putin: Sanktionen gegen Nord Stream 2 dienen eigennützigen US-Interessen (Symbolbild)

Und hier sollte der russische Gasexport, den Polen so bereitwillig aufgibt, helfen, die Lücke zu füllen. Die Lieferungen könnten durch das Nord Stream 2-Projekt gedeckt werden, das die Kapazität von fünf Baltic Pipe-Projekten hat und auf dem Grund der Ostsee verläuft. Obwohl sich die Fertigstellung des Projekts aufgrund von US-Bemühungen verzögert, kam das für den Bau bereitgestelle Pipeline-Verlegeschiff vergangene Woche in der Ostsee an.

Somit wird die lang erwartete Baltic Pipe nur den politischen Ambitionen Polens dienen, anstatt die Situation auf dem EU-Energiemarkt signifikant zu verändern, glauben Analysten. Es sind jedoch die EU-Steuerzahler, die für diese politischen Spielchen zahlen werden, da die Europäische Union zustimmte, das Projekt teilweise zu subventionieren. Griwatsch hob hervor:

Es gibt erklärte und reale Ziele. Die wirkliche Aufgabe besteht darin, die Infrastruktur zu reformieren und zusätzliche Optionen und Quellen zu schaffen, und zwar nicht auf eigene Kosten, sondern auf Kosten der EU-Steuerzahler.

Folge uns aufRT
RT
Kriegstrauma loslassen lernen

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen