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Klimabewegung im Lockdown: Greta sattelt jetzt auf COVID-19 um

Klimabewegung im Lockdown: Greta sattelt jetzt auf COVID-19 um
Die Zeit der großen Klimaproteste ist aufgrund der Corona-Maßnahmen vorerst vorbei. Doch es gibt genug zu tun für Greta Thunberg. (Symbolbild)
Auch aufgrund der globalen Corona-Beschränkungen war es zuletzt ruhig geworden um Greta Thunberg und ihre Klimabewegung. Die Klimastreiks mussten ins Internet verlegt werden. Doch warum aus der Not nicht eine Tugend machen?

Ihr letzter Auftritt auf der großen Bühne liegt schon eine Weile zurück: Vor dem EU-Parlament las sie Anfang März den EU-Granden die Leviten in Sachen Klimaschutz. Der Auftritt sorgte in Zeiten von COVID-19 für Irritationen, war die schwedische Klimaaktivistin doch die einzige Person, der es gestattet wurde, in den Räumlichkeiten des EU-Parlaments ohne Mundschutz umherzuwandeln. Schließlich herrschte bereits ein umfassendes Besuchsverbot.

Luisa Neubauer bei einer Demonstration von

Derweil mussten die globalen Klimaproteste aufgrund der Ausgangs- und Versammlungsbeschränkungen zuletzt ins Internet verlegt werden.

Heute hatten wir einen globalen Klimastreik mit Millionen Teilnehmern geplant", erklärte die vom US-Magazin Times zur Person des Jahres 2019 gekürte Schwedin am vergangenen Freitag auf Twitter.

Für Thunberg war es die 88. Woche der von ihr gestarteten Protestaktion für mehr Klimaschutz. In einem Notfall müsse man sich jedoch anpassen. Gleichzeitig machte sie klar: 

Die Klimakrise dauert weiter an. Und wir müssen jede Krise bekämpfen.

Was läge da also näher, als sich auch selbst den neuen Gegebenheiten anzupassen und die neue Krise der Stunde zu bekämpfen, mögen sich Greta und die sie umgebenden Personen gedacht haben. Und jetzt ist es offiziell:

Die schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg und die Stiftung Human Act haben angesichts der Corona-Pandemie gemeinsam mit UNICEF eine Spendenaktion gestartet. Das Ziel: Kinder weltweit vor dem Corona-Virus und seinen Folgen schützen", heißt es zur neuen Aufgabe der Klima- bzw. nun auch Corona-Aktivistin.

"Die Coronavirus-Pandemie" sei "wie die Klimakrise eine Kinderrechtskrise", die sich jetzt und auf lange Sicht vor allem auf junge Menschen auswirken werde, insbesondere die am meisten gefährdeten unter ihnen.

Die nunmehr 17-Jährige forderte die Menschen überall auf der Welt auf, "sich mir anzuschließen und gemeinsam mit mir die wichtige Arbeit von UNICEF zu unterstützen, um das Leben von Kindern zu retten, die Gesundheit zu schützen und die Ausbildung fortzusetzen".

Die dänische Human Act Foundation hatte der jungen Schwedin am 22. April den "Human Act Award 2020" verliehen. Den mit 100.000 US-Dollar dotierten Award spendete die Greta-Thunberg-Stiftung an die UNICEF-Kampagne. Daraufhin verdoppelte die dänische Stiftung die Spende. Laut UNICEF Deutschland fließen die Erlöse der Kampagne direkt in die UNICEF-Nothilfemaßnahmen gegen COVID-19, etwa für die Bereitstellung von Schutzmasken, Hygieneartikeln und Schutzausrüstung, sowie in die Aufklärungsarbeit und Unterstützung für Gesundheitssysteme.

Human Act ist eine dänische Stiftung, die im Jahr 2016 von dem Philanthropen Djaffar Shalchi und seiner Frau gegründet worden war und sich nach eigenen Angaben unter anderem gegen die Armut in der Welt einsetzt.

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