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Umfrage: Deutschland für Italiener "Feindland" Nummer 1

Umfrage: Deutschland für Italiener "Feindland" Nummer 1
Eine Umfrage in Italien deutet auf einen Umschwung in der öffentlichen Meinung hin – in der Folge der Corona-Krise. Auf die Frage, welche Länder mit Italien befreundet sind, nennen die meisten Befragten China und Russland. An der Spitze der "feindlichen Länder" steht Deutschland.

Eine aktuelle Meinungsumfrage des Instituts SWG hat die Einstellung der Italiener zu verschiedenen Ländern untersucht. Die Ergebnisse der Umfrage, die vom 20. März bis zum 12. April durchgeführt wurde, sind erstaunlich. Demnach betrachten 52 Prozent der Befragten China als "befreundetes Land" – das ist ein Anstieg um 40 Prozentpunkte (von 12 Prozent noch vor einem Jahr). Es folgen Russland mit 32 Prozent (ein Plus von 17 Prozentpunkten) und die USA mit immer noch 17 Prozent (minus 12 Prozentpunkte).

Der italienische Premierminister Giuseppe Conte (unten rechts), der Präsident des Europäischen Rates Charles Michel (Mitte), die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (oben rechts) und andere europäische Staats- und Regierungschefs während einer Videokonferenz am 26. März 2020.

An der Spitze der "feindlichen Länder" steht Deutschland. 45 Prozent der Befragten nehmen Deutschland heute als Feind wahr. Es folgen Frankreich mit 37, das Vereinigte Königreich Großbritannien mit 17 und die USA mit 16 Prozent. Befragt, mit wem sich Italien in der Zukunft verbünden solle, sprachen sich 36 Prozent der Befragten für China aus, 30 Prozent für die USA.

Die Umfrage untersuchte auch die Einstellung der Italiener zur Globalisierung und ihr Vertrauen in internationale Organisationen. Dieses Vertrauen ist durchweg gesunken. Nur noch der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vertraut eine Mehrheit der Befragten – immerhin noch 63 Prozent, allerdings 11 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. 45 Prozent haben noch Vertrauen in die Vereinten Nationen, 26 in den Internationalen Währungsfonds (IWF) und 24 in die Weltbank.

Die Globalisierung betrachten 54 Prozent der Befragten als schädlich für die italienische Wirtschaft. 58 Prozent sind der Auffassung, dass sie die eigene Kultur zerstöre. 

Italien fühlte sich zu Beginn der Corona-Krise von der EU und ihren Mitgliedsstaaten im Stich gelassen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen entschuldigte sich in der vergangenen Woche bei den Italienern für die verspätete Unterstützung seitens der EU-Kommission.

In den vergangenen Wochen hatten bereits mehrere Umfragen ergeben, dass etwa die Hälfte der Italiener mittlerweile den Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union oder der Eurozone befürwortet. Alle Umfragen sind stets mit Vorsicht zu genießen; allerdings lassen die hier dargestellten Bewertungen durchaus eine spätere Neuordnung der internationalen Beziehungen in der Folge der Corona-Krise wenigstens möglich erscheinen.

Mehr zum Thema - Meinungskontrolle statt Verbraucherschutz? Wie von der Leyen in der Corona-Krise vor Fake News warnt

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