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Chinesischer Botschafter einbestellt: Frankreich erbost über Kritik an Corona-Krisenmanagement

Chinesischer Botschafter einbestellt: Frankreich erbost über Kritik an Corona-Krisenmanagement
Wurde von der französischen Regierung einbestellt:Der chinesische Botschafter Lu Shaye.
Frankreich hat den chinesischen Botschafter einbestellt, nachdem seine diplomatische Vertretung eine scharfzüngige Kritik an der Reaktion des Westens auf die Corona-Krise veröffentlicht hatte. Darin wird den Verantwortlichen Untätigkeit vorgeworfen, die das Leben der Bürger gefährde.

"Bestimmte öffentlich geäußerte Meinungen von Vertretern der chinesischen Botschaft in Frankreich stehen nicht im Einklang mit der Qualität der bilateralen Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern." Mit diesen Worten forderte der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian am Dienstagabend in einer Erklärung den chinesischen Botschafter in Paris, Lu Shaye, dazu auf, die Verantwortung für einem am Wochenende auf der Website der chinesischen Botschaft veröffentlichten Artikel zu übernehmen.

Unter dem Titel "Verzerrte Tatsachen richtiggestellt" kritisiert der ohne Autorenangabe erschienene Beitrag die Regierungen der USA und der EU-Mitgliedsstaaten für ihren Umgang mit der Corona-Pandemie, während er Peking gegen den Vorwurf der Verschleierung von Informationen und einer zögerlichen Reaktion verteidigt. So heißt es darin:

Im Westen haben wir gesehen, wie Politiker sich selbst zerfleischen, um Wählerstimmen zurückzugewinnen; sich für Herdenimmunität einsetzen und so ihre Bürger angesichts des Viren-Massakers im Stich lassen.

Der Artikel behauptet, einige Pflegeheime seien "aufgegeben" worden, so dass ältere Patienten "an Hunger und Krankheit sterben mussten".

Der Beitrag zielt auch auf westliche Presseorgane ab, "die sich selbst für Vorbilder an Unparteilichkeit und Objektivität halten", sich aber anscheinend mehr um "Verleumdung, Stigmatisierung und Angriffe auf China" kümmerten als um die Berichterstattung über die Gesundheitskrise, die in ihren eigenen Ländern wüte.

Haben diese Medien und diese Experten, die so sehr an Objektivität und Unparteilichkeit interessiert sind, ein Gewissen? Haben sie eine Ethik?

In Reaktion auf den ungestümen Artikel monierte der französische Außenminister, dass "inmitten der COVID-19-Pandemie kein Platz für Polemik" sei. Er habe seine "Missbilligung" gegenüber Lu deutlich gemacht, erklärte Le Drian. Frankreich und andere Nationen müssten "Einheit, Solidarität und größtmögliche internationale Zusammenarbeit" anstreben.

Der diplomatische Streit ereignet sich inmitten der verstärkten Bemühungen Washingtons, Peking für die globale Gesundheitskrise verantwortlich zu machen. Die US-Regierung beschuldigt chinesische Beamte, in der Frühphase des Corona-Ausbruchs wichtige Informationen verheimlicht und dadurch die Reaktionsfähigkeit der Welt behindert zu haben.

Nicht noch mehr Leichensäcke erwünscht: WHO-Chef warnt nach Trumps Rüge vor Corona-Politisierung

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geriet unter US-Beschuss geraten: Donald Trump stoppte am Dienstag die Finanzierung der WHO, da sie laut dem US-Präsidenten China angeblich geholfen hat, die Epidemie "zu vertuschen", was Tausende von Menschenleben gekostet habe.

Peking wies diese Anschuldigungen wiederholt zurück und behauptet, gegenüber der internationalen Gemeinschaft die ganze Zeit über völlig transparent gewesen zu sein. Die USA hätten "kostbare Zeit verschwendet", die China ihr mit restriktiven Eindämmungsmaßnahmen verschafft habe.

Frankreich zählt zu den am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas und verzeichnet inzwischen über 131.000 Infektionsfälle sowie fast 16.000 Todesfälle. In einer landesweiten Ansprache verlängerte der französische Präsident Emmanuel Macron am Montag die landesweiten Ausgangsbeschränkungen für seine 67 Millionen Landsleute bis zum 11. Mai.

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