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Amazon für laschen Arbeitnehmerschutz in Kritik – Gerichtsurteil in Frankreich stärkt Mitarbeiter

Amazon für laschen Arbeitnehmerschutz in Kritik – Gerichtsurteil in Frankreich stärkt Mitarbeiter
Gewerkschaften forderten Amazon dazu auf, bessere Arbeitnehmerschutzmaßnahmen zu ergreifen. Nun ordnete ein Gericht den Megakonzern an, seine französischen Lagerhäuser auf den Versand lebenswichtiger Güter zu beschränken, bis eine Sicherheitsbewertung durchgeführt wird.

Das Gericht von Nanterre hat Amazon angewiesen, seine Lageraktivitäten innerhalb von 24 Stunden auf den "Empfang, die Vorbereitung und den Versand von Lebensmitteln, Hygieneprodukten und medizinischen Produkten" zu beschränken. Das teilte Gewerkschaftsanwältin Judith Krivine am Dienstag gegenüber Reportern mit. Das Unternehmen müsse sich zusammen mit den Arbeitnehmervertretern einer professionellen Risikobewertung unterziehen, bevor es seinen normalen Betrieb wieder aufnehmen kann.

Amazon ist nicht nur als weltweit größter Onlinehändler ein Profiteur der Corona-Krise, auch weitere Geschäftsmodelle blühen, während die Arbeiter auch in Zeiten der Pandemie kaum geschützt werden.

Falls der Onlinehändler gegen die Anordnung verstößt, droht ihm eine Strafe von einer Million Euro pro Tag der Verzögerung oder pro Verstoß. Die Union Syndicale Solidaires, die die Lagerarbeiter bei Amazon vertritt, brachte Amazon letzte Woche vor Gericht, nachdem ihre Forderungen nach einem besseren Arbeitnehmerschutz angeblich unbeachtet geblieben waren.

Amazon seinerseits besteht darauf, man habe alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen. An allen Lagereingängen würden Temperaturkontrollen durchgeführt, spezielle Markierungen sollen auf dem Boden angebracht worden sein, um sicheren sozialen Abstand zu zeigen, und den Arbeitern würden Masken und Handdesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Die Versprechen des Konzerns, seine Versandaktivitäten auf die wesentlichen Artikel zu beschränken, wurden jedoch nach Angaben von Gewerkschaftsvertretern nicht eingehalten. Eine Inspektion durch die Arbeitsbehörden Anfang dieses Monats führte zu fünf formellen Mahnungen.

Lagerarbeiter in den USA hatten weniger Erfolg damit, von Amazon strengere Sicherheitsmaßnahmen zu fordern. Eine Arbeitsniederlegung in einer Anlage in Staten Island im vergangenen Monat sorgte zwar für internationales Medieninteresse, führte jedoch zur Entlassung des Beschwerdeführers. Dieser soll angeblich gegen die gleichen sozialen Distanzierungsregeln verstoßen haben, die er selbst für das Lagerhaus forderte.

Ein geleaktes internes Memo enthüllte später, dass die Führung von Amazon sich darauf konzentrierte, den Protestführer zu verleumden, um die Aufmerksamkeit von den Forderungen der protestierenden Mitarbeiter abzulenken.

US-amerikanische Amazon-Mitarbeiter beschwerten sich außerdem darüber, dass weiterhin unwichtige Artikel aus den Lagerhäusern verschickt werden. Ein weit verbreiteter Clip des Detroiter Netzwerks WXYZ zeigt einen streikenden Arbeiter, der sich über die anhaltende Verfügbarkeit von Sexspielzeug auf dem Gelände beschwert.

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